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Dienstag, 28. August 2012

Breaking Bad S05E07 - Say My Name


Es folgen meine Gedanken zur siebten Episode der fünften Staffel von Breaking Bad, Say My Name

ACHTUNG, SPOILERWARNUNG!!! WEITERLESEN AUF EIGENE GEFAHR!!!


Opening
Wie so oft eine starke Einleitung. Walter, Mike und Jesse brausen zu mechanischen Klängen durch die karge Steppe New Mexicos, um sich mit Declan zu treffen und den Methylamin-Deal abzuwickeln. Nun, nicht ganz, wissen wir doch, dass Walter einen Plan hat (Buyout). Und dieser sieht vor, mit Declan gemeinsame Sache zu machen, Mike bekommt seine Abfindung, Walter UND Jesse (eigentlich ja auch raus aus dem Geschäft…) kochen für Declan das Meth, alle sind glücklich. Doch was will Declan mit Walt, was kann er ihm geben? Und ab hier wird es richtig cool. Walt bringt zuerst zwei Vergleiche an, zum einem zwischen einem unterdurchschnittlichen Baseballteam und den New York Yankees, zum anderen zwischen einer minderwertigen Billig-Cola und den Branchenprimus Coca Cola. Declan hat hier die zwei besten Meth-Köche Amerikas vor sich stehen („The two greatest meth-cooks in America right here.“), und Walt sagt dass mit einer Überzeugung, auf eine Art und Weise, welche deutlich macht, wie stolz er auf den Status als einer der besten Meth-Köche Amerikas zu gelten, ist. Das wirkt schon irgendwie bizarr, doch Walter meint es ernst. „Say my name… I’m THE cook. I’m the man who killed Gus Fring.“ (Walter) Say my name. „You’re Heisenberg.(Declan) „You’re goddamn right.” (Walter) Walter spielt seine Rolle eiskalt runter und lässt sich nicht beirren. Ein starker Auftritt.

I’m out too yo
Walter und Jesse. Walter scheint in seinem Plan irgendwie vergessen zu haben, dass Jesse raus ist. Und das verwundert auch letzteren ein wenig, hat er es ihm doch eindeutig klargemacht. Doch wir kennen Walt zu gut, er will Jesse (natürlich) erneut hinbiegen und überzeugen, doch weiter zu machen, auf ihn einreden, notfalls manipulieren. Mike’s Blick spricht Bände, er wusste, dass es so kommen würde.

Mike
Mike hingegen verlässt nun endgültig die Gruppe. Zwischen ihm und Walter werden keine unnötigen Sentimentalitäten ausgetauscht, so etwas gab es zwischen den beiden eh nie. Mit Jesse aber hatte er eigentlich eine doch recht angenehme Beziehung. Das war ganz am Anfang noch nicht so gewesen, jedoch bekam Jesse neben Mr. White mit Mike mit der Zeit eine zweite verkappte Vaterfigur an die Seite gestellt. Nicht verwunderlich, dass der Junge sich des Öfteren zwischen den beiden und ihren gegensätzlichen Ansichten wieder fand. Und Mike wird sich auch seine Gedanken über Jesse machen. In Mike’s Augen ist und bleibt Jesse ein Kind, ein kleiner Junge, der nicht weiß, was er machen soll, unsicher ist und eigentlich an die Hand genommen werden muss. Von Walter? Das bezweifelt Mike. „Kid… just look out for yourself.“ (Mike) Und Walter beobachtet diese Szene. Ein fast unheimliches Bild. Er wird Jesse nie wirklich gehen lassen.

Hey Mrs. White
Ein Szene, die mich zum Lachen brachte. Walt hat den Tank voller Methylamin in seiner Autowaschanlage versteckt und holt diesen nun gemeinsam mit Jesse wieder ab, ist der Deal mit Declan doch in Sack und Tüten. Skyler „empfängt“ die beiden und beäugt erst einmal deren Gefährt. Vamonos.(Jesse) „I wish.“ (Skyler) Zugegeben, ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, insbesondere als Jesse das „Vamonos“ von sich gab.

To Kaylee
Best Grandpa ever. Mike’s Laufbursche/ Anwaltkumpel betritt eine Bank und wird zu den Schließfächern geführt. Er hat einen großen Koffer bei sich, welcher, oh Wunder, mit einer ganzen Menge Geld gefüllt ist. Legacy costs. Der Laufbursche verteilt das Geld auf verschiedene Schließfächer, der Großteil geht aber in ein ganz bestimmtes Fach. „To Kaylee on her 18th birthday“. Mike liebt seine kleine Enkeltochter nun einmal über alles und hinterlässt ihr zu ihrem 18. Geburtstag eine kleine Überraschung. Eine herzensgute Aktion.

Warrant
Denn Mike weiß, dass es jetzt ganz schnell gehen muss. Deshalb trifft er die nötigen Vorbereitungen. Durch die Wanze in Hank’s Büro weiß er, dass das DEA demnächst bei ihm an die Tür klopfen und seine Bleibe durchsuchen wird. Ganz offiziell und mit richterliche Genehmigung. So entsorgt er vor allem eine gefühlte Bazillion an Waffen und als das DEA dann seine Wohnung auf den Kopf stellt, heißt es Fehlanzeige. Mike ist sauber. Ihn legt so schnell keiner auf’s Kreuz.

I’m done
Wie erwartet kommt es zwischen Jesse und Mr. White zum klärenden Gespräch. Walter ist schon wieder voll drin und möchte am liebsten gleich wieder loslegen, Jesse hingegen macht ihm erneut klar, dass er endgültig raus ist. Da haben wir es wieder, dieses Lehrling-Meister-Dilemma für Walt. Er braucht Jesse einfach, er kann ihn nicht gehen lassen. Er funktioniert für Walter wie ein verquerer Anker, nicht um ihn zu zügeln oder zu bremsen, sondern irgendwie um alles durchzustehen, um weitermachen zu können. Und er will ihn um keinen Preis der Welt verlieren. Also bearbeitet er Jesse. Er wird emotional und erinnert daran, was sie beide schon gemeinsam durchgemacht und vollbracht haben. Der Zuschauer bzw. ich erinnere mich in diesem Moment eher an all die Male, als Walter Jesse hinterrücks für dessen Zwecke und Vorteile manipulierte. Als das nicht funktioniert, fährt Walter andere Geschütze auf, so wie wir ihn kennen gelernt haben. Dabei lässt er (indirekt) auch nicht aus, dass ihm Jesse’s emotionales Gehabe ein wenig gegen den Strich geht. Warum macht er sich so einen Kopf, wenn er alles haben kann? Er „spielt“ zum wiederholten Mal Jesse und verwehrt ihm sogar dessen Anteil an dem Methylamin-Deal. You’re so pure, you have such emotional depth. No, no, no, no, you shouldn’t touch that dirty money. I'll save you from that Jesse.” (Walt) Und ich ertappe mich dabei, wie ich Jesse entgegen rufe, er solle doch einfach nein dazu sagen, er soll sich von Walter endlich losreißen. Und Jesse macht es. Sehr gut. Das überrascht sogar Walt. Jesse hat sich von Mr. White losgesagt. Vorerst…

Todd
Walter braucht einen Ersatz für Jesse. Also heuert er Todd an. Vorsicht, Wortwitz: Doch stimmt auch die Chemie zwischen den beiden? Das war es, was er unter anderem an Jesse zu schätzen wusste (das und dass er ihn nach seinen Wünschen manipulieren konnte). Nun, Willkommen im Kochstudio. Walter zeigt Todd, wie die Arbeit zu erledigen ist, der wird aber noch eine Weile brauchen, um das alles zu verinnerlichen. Walt scheint dem Jungen eine Chance geben zu wollen, doch so wohl ist ihm dabei nicht. Mit Jesse war das halt ganz anderes…

Für Musikfreunde: Der Song, welcher während der Montage im Hintergrund läuft.
The Monkees - Goin' Down



Cake pops
Hank hat etwas Stress mit seinem Vorgesetzten, führt der Fring-Fall doch ins nichts. Und nebenbei verschlingt er auch noch ein ordentliches Sümmchen an Finanzmitteln. Die Spur ist kalt, doch Hank bleibt beharrlich. Irgendwie muss er doch an diesen Michael Ehrmantraut rankommen können. Doch Ehrmantraut ist tabu, für die Überwachung desselbigen dürfen keine Gelder mehr verpulvert werden. Doch was ist mit diesem Anwalt, welcher die „Angestellten“ Mike’s vertritt? Und so passiert es, dass genau dieser während einer seiner Touren zur Bank, um dort Zahlungen zu platzieren, von der DEA hopsgenommen wird. Genauer, von Gomey, welcher dabei ein herrlich diebisches Grinsen im Gesicht hat.

Mr. and Mrs. White
Die obligatorische Dinner-Szene darf nicht fehlen. Erneut wird Sky’s Abneigung gegenüber Walter manifestiert, dafür braucht Vince Gilligan nur wenige Sekunden. Bei Walter gibt es ein köstliches Mahl aus der Mikrowelle. Wesentlich interessanter ist jedoch, wie Walter beginnt, von seinem Tag und seinem neuen Arbeitskollegen zu berichten, als wäre nichts dabei und alles wie immer, als würde er einer normalen Tätigkeit nachgehen. Skyler erhebt sich und lässt Walter mit seinem Ruck-Zuck-Fertig-Essen sitzen. Mehr muss man dazu auch nicht sagen.

And the Oscar goes to...
Walter White. Walt stattet Hank erneut einen Besuch ab, und zieht mit ihm dieselbe Nummer wie in Dead Freight ab. Er weiß nicht, was er tun soll, sein Beziehung mit Skyler wird immer schlechter (was der Wahrheit entspricht), bla bla bla. Nur dieses Mal muss er selbst ein bisschen nachhelfen, bis Hank ihm endlich einen Kaffee holt. Kaum ist Hank aus seinem Büro verschwunden, entfernt Walt die Abhörutensilien, welche sich als äußerst nützlich erwiesen haben, jetzt aber ein Risiko darstellen, da Hank’s Büro früher oder später auch auf den Kopf gestellt werden wird. Polizeiroutine. Doch dann wird es richtig spannend. Mike versicherte immer wieder, dass keiner seiner Jungs auch nur ein Sterbenswörtchen über ihn, Walter, Jesse, deren Tätigkeit etc. verlieren würde. Grund dafür sind natürlich auch die Schmiergelder, welche Mike deren Familien regelmäßig zukommen lässt. Dummerweise wurde nun Mike’s Laufbursche festgenommen und dieser droht auch noch, alles auszupacken. Walt, der dieses Gespräch zwischen Hank und Gomey mitbekommt, muss Mike sofort warnen, könnte auch er von diesen neuen Umstand schwer getroffen werden.

One last look
Mike genießt sein deutlich lockereres Leben. Er sitzt auf einer Parkbank und schaut seiner Enkeltochter beim Schaukeln zu. Als das Telefon klingelt, ist Dan Wachsberger, Anwalt und Laufjunge, am Apparat und möchte sich mit Mike treffen. Es gibt irgendein Problem. Schon hier wirkt Mike etwas verwundert. Kaum hat er aufgelegt, da klingelt das Telefon schon wieder. Diesmal ist Walter am anderen Ende der Leitung und warnt Mike, dass das DEA ihm auf den Fersen ist und jeden Moment auftauchen wird. „Somebody flipped!“ (Walter) Und da sind sie auch schon, Polizeiwagen fahren vor und Mike muss schnell handeln. Noch ein letzter Blick in Richtung seiner Enkelin. Er möchte sie nicht alleine lassen, doch es bleibt ihm keine andere Wahl. Mike verschwindet.

Never say never
Jesse und Walter haben sich bei Saul eingefunden, welcher sich (ironischerweise) maßlos über den „Clown“ Dan Wachsberger aufregt. Sie haben Kontakt mit Mike, welcher nun die während seiner Vorbereitungen für den endgültigen Ausstieg in einem Auto am Flughafen platzierte Tasche braucht, um sich aus dem Staub machen zu können. Walter übernimmt das. Er wird Mike die Tasche bringen. Und Walter riskiert natürlich auch einen Blick in diese Tasche und findet dort eine Waffe. Wir wissen, was passieren wird. Ein letztes Mal Walter gegen Mike. Nur die beiden.

Shut the fuck up. And let me die in peace.
Die finale Konfrontation. Eigentlich hätte es auch die einfache Übergabe einer Tasche sein können, aber es ist das Ende einer meiner Lieblingscharaktere dieser Serie. Walter trifft auf Mike und es kommt zu einem Wortgefecht. Walt möchte die Namen von Mike’s neun Jungs haben, sie sind und bleiben ein Risikofaktor für die gesamte Operation. Mike blockt ab, schnappt sich die Tasche und verabschiedet sich. Und dann fällt der Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen bringt. „You’re welcome.“ (Walt) Für was soll Mike Walter dankbar sein? Alles war perfekt, alles lief gut unter Gustavo Fring. Es gab keine Probleme, jeder verdiente mehr als genügend Geld und dann kam Walter White und machte alles zunichte. It was perfect. And you just had to blow it up. You and your pride and your ego.(Mike) Walt’s Ambitionen, seine Gier danach, der einzig Wahre zu sein, das hat alles vermasselt. Mike wird es endlich los, und er ist froh, dass alles vorbei ist. Als Mike im Auto sitzt, öffnet er die Tasche und natürlich fehlt die Waffe. Wir wussten es, wir haben es geahnt, jetzt passiert es. Ein Dröhnen setzt ein. Walter stapft energisch auf Mike’s Wagen zu und drückt ab. Das Fenster zerberstet, der Wagen rollt los, bleibt jedoch nach wenigen Metern stehen. Walt realisiert, was er getan hat. Er rennt zum Wagen, doch Mike ist nicht finden. Walter geht hinab zu einem Flussufer und dort sitzt er. Als würde er die Idylle genießen. Mike sitzt regungslos da und hat längst erkannt, dass das sein Ende ist. Walt wirkt panisch. Hat er es wirklich getan? Hat er Mike erschossen? Ist er zu weit gegangen? Ist er jetzt endgültig an einem Punkt in seinem Leben angekommen, an dem es absolut kein Zurück mehr gibt? Das hätte nicht passieren müssen, es scheint, als hätte Walt dies gar nicht gewollt. Doch Mike weiß es besser. Und wir auch. Mike und der Zuschauer, beide wussten, dass es irgendwann genau darauf hinauslaufen würde. Walter oder Mike. Shut the fuck up. And let me die in peace.” (Mike) Eine Totale auf das Flussufer, Mike sitzt, Walter steht neben ihm. Mike fällt zu Boden. Ausblende.

Gesamteindruck
Dreck. Mike ist tot. Wie konntet ihr nur, wie konntet ihr mir nur Mike nehmen? Die „Stimme der Vernunft“, soweit möchte ich gehen. Full Measures-Mike, der alte Hase, derjenige, welcher sich als letztes Walter bzw. Heisenberg gestellt hat. Es musste so kommen. Entweder man hebt sich einen Micheal Ehrmantraut für das große Serienfinale auf, oder er und sein Tod stellen eine bedeutende Etappe auf den Weg dorthin dar. Eine starke Episode, welche Jonathan Banks noch einmal die Screentime und vor allem ein Ende gibt, welches er sich, so makaber und widersprüchlich es klingen mag, auch verdient hat. Eine tolle Serienfigur. Im Zusammenspiel mit Bryan Cranston war das groß. Ganz groß. Aber verdammt noch mal, Mike ist tot! Was jetzt? Es wird interessant zu sehen sein, wie Walter damit umgehen wird. Denn jetzt ist wirklich niemand mehr da. Bis auf Jesse. Oh Jesse. Respekt, wie er sich gegen Mr. White behauptet hat. Doch auch er muss sich vorsehen. Mir gefällt das nicht, mir gefällt das ganz und gar nicht. Ich habe ein äußerst mulmiges Gefühl. Heisenberg fängt jetzt erst richtig an. Say My Name.

Wie hat euch Say My Name gefallen? Seid ihr auch ein wenig angesäuert/schockiert, dass Mike tot ist? Was denkt ihr, wie geht es jetzt weiter? Wird Walter jetzt erst richtig loslegen oder belastet ihn seine Tat zu sehr? Ideen, Theorien, Meinungen bitte in die Kommentarbereich, ich freue mich darüber. Genauso wie über diverse andere Anregungen oder Kritik.

Nächste Woche, am 02. September, läuft dann auch schon die letzte Episode dieser Staffelhälfte, Gliding Over All. Ich bin sehr gespannt. Denn danach müssen wir uns wieder gut ein Jahr gedulden, im Sommer 2013 geht es dann erst wieder mit Breaking Bad weiter. Zu Gliding Over All dann wieder alles hier, auf bommebastisch.blogspot.de.

Dienstag, 21. August 2012

Breaking Bad S05E06 - Buyout


Es folgen wie immer meine Gedanken zur sechsten Episode der fünften Staffel von Breaking Bad, Buyout.

ACHTUNG, SPOILERWARNUNG!!! WEITERLESEN AUF EIGENE GEFAHR!!!


Opening
Wie bedrückend. Nach dem schockierenden Ende der letzten Episode (Dead Freight) sehen wir Walter, Mike und Todd zurück im „Hauptquartier“. Von Jesse (vorerst) keine Spur. Kein Gespräch, keine Hintergrundgeräusche, nur ein paar ruhige Klänge begleiten die Szenerie. Der erschossene Junge wird, so hart wie es jetzt auch klingen mag, auf altbekannte Weise „entsorgt“. Dabei achte man besonders auf Walter und dessen Blick. Ich möchte keine These aufstellen, was gerade in seinem Kopf vorgeht. Eine äußerst intensive Szene. Jesse tritt dann doch noch in Erscheinung, außerhalb des Gebäudes, denn das kann er sich nicht antun. Als er sich eine Zigarette anzündet, sieht man, wie sehr er zittert. Todd taucht auf und steckt sich ebenfalls einen Glimmstängel an. Ohne zu zittern. „Shit happens huh?“ (Todd). Zack. Das haben wir erwartet. Jesse klebt ihm eine. Aber richtig.

Todd
Todd muss sich dann den drei Amigos stellen, von welchen Jesse eindeutig die Position des Anklägers einnimmt. Ersterer versucht seine Tat zu rechtfertigen („I’m sorry, but I had to do it.“), Jesse hingegen will mit Todd überhaupt nichts mehr zu tun und ihm aus dem Geschäft haben. Es muss abgestimmt werden. Wieder einmal kommt es in Breaking Bad zum Duell Emotionalität (Jesse) gegen Rationalität (Mike). Walter befindet sich bezüglich diesen speziellen Themas (Mord eines Kindes, als Vater) in einer Grauzone, obwohl sich mit der Zeit gezeigt hat, dass er selbst in diesem Fall seine Gefühle beiseiteschieben und rational handeln würde. Es gibt drei Optionen: 1) Todd wird gefeuert, muss dementsprechend geschmiert werden, bleibt ein Risikofaktor usw. 2) Todd wird beseitigt. Keine Erklärung notwendig. 3) Todd bleibt im Team, wo er kontrolliert und im Auge behalten werden kann. Jesse will ihn raus haben, Walter und Mike wollen ihn behalten. Das bedeutet Spannung. Auch Mike zeigt sich am Ende dieser Szene etwas sauer, wusste auch er nicht, dass Todd beim Zugüberfall bewaffnet war. Mike hatte in diesem Fall keine Kontrolle gehabt, was ihn wurmt. Man darf gespannt sein, wie es mit Todd weitergeht.

Dead drop
Mike wird währenddessen weiterhin vom DEA überwacht. Diese erhoffen sich einen kleinen Teilerfolg, als sie Mike dabei beobachten, wie er ein dead drop platziert. Ich bitte euch. Doch nicht mit Mike. Als würde er es nicht wissen, wenn er beobachtet wird. Mike’s dead drop zauberte mir dann ein breites Grinsen ins Gesicht.

Doesn’t it feel good to get it off your chest?
Skyler stattet ihren Kindern bzw. nur Holly, Junior isoliert sich mehr und mehr, einen Besuch ab und Marie lässt gleich mal wieder die Hobby-Psychologin raushängen. Dabei öffnet sich Skyler sogar ein wenig, auch wenn es Marie in tausend Jahren nicht nachvollziehen werden kann. Sky erwähnt zumindest, dass sie Angst um ihre Kinder hat. Bei ihr zu Hause wären sie nicht sicher. „Not being safe from what?“ (Marie) „From us. From Walt and me.“ (Skyler) Das ist interessant. Entweder deckt sie Walter nach wie vor oder sie wird immer noch von Schuldgefühlen zerfressen, macht sich selbst Vorwürfe und zählt sich daher selbst als Gefahr für ihren Nachwuchs. Ich tippe auf letzteres, es hat sich oft genug angedeutet, dass auch sie von den Vorfällen in der Vergangenheit (Ted, Gustavo Fring) sehr mitgenommen wurde. Marie wiederum geht mir persönlich ein wenig auf die Nerven, denn es ist eine Anstrengung ihr dabei zuzusehen, wie sie versucht ihrer Schwester zu helfen, so nett sie es auch meinen mag. Aber auch das ist nichts neues.

Drew Sharp
Walter und Jesse sind „auf Arbeit“ und machen gerade Pause, da flimmert eine Nachrichtensendung über die Mattscheibe, welche über das verschwinden eines kleinen Jungen irgendwo in einem County von New Mexico berichtet. Natürlich wissen wir, welche Junge gemeint ist, und auch Walter und Jesse erkennen das Bild schnell wieder. Jesse ist prompt wieder sehr angeschlagen, seine Augen werden wässrig. Es sind nur Vermutungen, aber ist nahe liegend, dass ihm Gedanken an seine Ex-Freundin Andrea und ihrem Sohn Brock, für dessen Tod er beinahe verantwortlich gewesen wäre (Was wiederum ja nicht stimmt. Habe ich das richtig in Erinnerung Walter?). Es ist nicht einfach für ihn. Walter versucht ihn zu beruhigend, Jesse wird noch genügend Zeit für „soul searching“ haben. Als Jesse dann früher gehen darf, weil er anscheinend doch etwas Ruhe nötig hat, pfeift Walt tiefenentspannt ein Liedchen vor sich hin. Der Ausdruck in Jesse’s Gesicht sagt alles: Er ist fassungslos. Die Leichtigkeit Walt’s irritiert ihn, Mr. White nimmt das in seinen Augen alles zu gleichgültig auf. Jesse bekommt einen Anruf. Und dieser bringt einiges ins Rollen…

We’re out
Wir befinden uns in der Vamonos Pest-Garage/Büro und werden Zeugen eines Paukenschlags. Denn Mike steigt aus. Das DEA und die Feds gehen ihm langsam ziemlich auf den Geist, außerdem hat er einen Käufer für das gestohlene Methylamin an der Angel, für jeden sind gut 5. Mio. US-Dollar drin. Walt redet auf Mike ein, ohne Erfolg. So werden Jesse die Aufgaben Mike’s übertragen, doch auch dieser will aussteigen. Walt steht allein auf weiter Flur. Natürlich versucht er auch Jesse zu arbeiten, doch für Jesse scheint dieser Ausstieg auch der einzige Ausweg zu sein, die Belastung und den Druck loszuwerden. Auch wenn er die verlockende Summe von 5 Mio. US-Dollar als Grund angibt.

Increasing the market share
Mike und Jesse treffen sich mit dem potenziellen Käufer für das Methylamin. Es scheint auch alles geklärt zu sein, doch gibt es ein Problem, welches den ganzen Deal ins Wanken bringt: Der dritte Partner. Von dem hatte Mike dem Käufer nämlich nichts erzählt und es stellt sich heraus, dass der Käufer gar nicht so scharf auf das Methylamin, sondern eher auf das Verschwinden des „blue stuff“ von den Straßen ist. Das können aber weder Mike noch Jesse garantieren, wissen sie denn nicht, welch diabolische Pläne in Walter’s Kopf reifen. Das findet der Käufer natürlich gar nicht gut, deswegen heißt es ab jetzt alles oder nichts. Entweder er bekommt das gesamte Methylamin oder der Deal wird abgeblasen.

Jesse’s way
Jesse hat den ersten Versuch, Mr. White vom Deal zu überzeugen. Er wird sogar von Walt zu ihm nach Hause eingeladen, etwas ganz neues. Jesse ist immer noch aufgewühlt und umso eindringlicher versucht er, Mr. White vom Deal zu überzeugen. Und dann kommt er endlich auf das Thema zu sprechen, was mir schon Ewigkeiten auf der Zunge liegt: Was treibt Walter White an? Was will er erreichen, was ist sein Ziel, warum will er nicht aus dem Meth-Business aussteigen? Was sind die Gründe? Geld? Stolz? Ambitionen? Walt erzählt eine kleine Geschichte, welche deutlich macht, um was es geht. Einst stieg er aus einer frischgegründeten Firma (Grey Matter) aus und wurde dafür auch von seinen damaligen Partner entlohnt, 5000 Dollar gab es damals für Walt. Heute ist die Firma Milliarden wert. Das nagt an ihm, er hat eine Gelegenheit versäumt und das wird ihm bestimmt nicht noch einmal passieren. Es folgt der Satz dieser Episode: „I’m in the empire business.“ (Walter) Ein Imperium soll es sein. Vielleicht sogar ein Vermächtnis? Walt will etwas nachholen. Doch dafür hätte er sich vielleicht eine einfache Branche aussuchen sollen. Jesse bringt es auf den Punkt. „I don’t know. Is a meth empire really something to be that proud of?”

Dinner
Es folgt ein äußerst befremdliches Dinner mit Skyler, Walter und Jesse, da Jesse keine Ahnung hat, dass der Haussegen bei den Whites mehr als schief hängt. So findet sich dieser abermals zwischen zwei Fronten wieder, diesmal zwischen Mrs. und Mr. White. Skyler tut sich diese Farce (Walter hatte zusätzlich Marie noch von ihrer Affäre mit Ted erzählt) nicht lange an und verschwindet mit einem bis zum Rand gefüllten Glas Wein vom Essenstisch. Und Walt erzählt Jesse, was zwischen ihm und seiner Frau nicht stimmt. Spätestens jetzt bemerkt Jesse, dass Mr. White in letzter Zeit so einige Probleme zu bewältigen hatte bzw. nach wie vor hat. „This business [meth business] is all I have left now… And you wanna take it away from me.” (Walter)

Mike’s way
Walter versucht, dass Methylamin aus der Vamonos Pest-Garage zu stibitzen, doch wartet dort schon Mike auf ihn. Und jetzt ist er dran, Walter vom Deal zu überzeugen. Nicht, dass Walt eine Wahl hätte. Mike fixiert ihn und hält ihn fest, bis der Deal erfolgreich abgeschlossen wird. Walter wird seine 5 Mio. Dollar bekommen, soll aber bis dahin keine Dummheiten machen. Da Mike noch etwas Dringendes zu erledigen hat, lässt er Walter allein. Die Chance. Walt will sich irgendwie befreien und schafft das auch, selbst wenn er sich dabei höllische Schmerzen zufügen muss. Wie wir sehen können ist er zu allem bereit. Und das macht ihn so gefährlich.

A toll on Mike's physical and mental well-being
Saul Goodman (Bob Odenkirk) haben wir schon länger nicht mehr gesehen. Ein ulkiger Typ. Wie schafft er es, als Anwalt so erfolgreich zu sein? Das frage ich mich immer wieder. Er ist ein fähiger Rechtsvertreter, von seinem eigenartigen Aussehen und seiner teilweise fragwürdigen Arbeitsweise mal abgesehen. So verschafft er Mike im Angesicht Hanks, der fleischgewordenen DEA, ein bisschen Zeit, um den Methylamin-Verkauf abzuwickeln. Wenn es doch nur so einfach wäre...

Everybody wins
Denn als Mike zurück zum „Hauptquartier“ fährt und das Garagentor öffnet, ist der Methylamin-Tank weg. Wutentbrannt zieht er seine Waffe und stürmt ins Büro, wo Jesse zusammen mit Walter auf ihn wartet. Die Musik zieht sofort an und ganz kurz bekommt man das Gefühl, dass Mike’s Geduldsfaden endgültig zerrissen ist. Aber nur ganz kurz. Denn Walter hat einen Plan. Mike bekommt seine 5 Mio. Dollar, Jesse bekommt seine 5 Mio. Dollar und Walter bekommt sein Methylamin. „Everybody wins.“ (Walter) Aber wie?

Gesamteindruck
Sehr gut. Buyout hatte es nicht leicht, in die Fußstapfen von Dead Freight zu treten. Das musste diese Episode auch gar nicht, wählte sie doch auch ein ganz anderen Ton als die vorangegangene. Die Nachwehen Dead Freight’s werden deutlich und wie Walter, Mike und insbesondere Jesse damit umgehen. Ich wiederhole mich gerne, Bryan Cranston und Aaron Paul haben erneut ganz großes Schauspiel abgeliefert. Auch Jonathan Banks präsentiert sich stark wie eh und je, auch wenn die beiden Erstgenannten mehr im Zentrum dieser Episode stehen. Da Mike und Jesse aussteigen und Walter nun anscheinend auf eigene Faust weitermachen will, bin ich natürlich mehr als gespannt, wie es weitergehen wird. Wie schaut Walt’s Plan aus, ist der Ausstieg für Jesse wirklich so einfach, wie er ihn sich erhofft, welche Rolle wird Mike einnehmen etc. pp. Es gibt wieder einmal einige Fragen zu beantworten. Buyout mag auf den ersten Blick nicht die Kracherfolge wie Dead Freight gewesen sein, doch leitet sie möglicherweise abermals eine sehr interessante Wendung in Breaking Bad ein. Ich fiebere schon einmal Folge 7, Say My Name, entgegen.

Wie hat euch Buyout gefallen, was fandet ihr gut, was fandet ihr schlecht? Habt ihr irgendwelche Theorien, wie es weitergehen, wie Walt’s Plan aussehen könnte etc., dann schreibt sie in den Kommentarbereich, ich würde mich darüber und die anschließende Diskussion freuen. Weitere Anregungen, Meinungen oder Kritik gerne in den Kommentarbereich, auch das hilft mir weiter.

Am Sonntag, den 26. August, läuft dann schon die siebte und vorletzte Folge der ersten Hälfte der fünften Staffel von Breaking Bad, Say My Name. Dazu dann wieder alles hier, auf bommebastisch.blogspot.de.

Dienstag, 24. Juli 2012

Breaking Bad S05E02 - Madrigal


ACHTUNG, SPOILERWARNUNG!!! WEITERLESEN AUF EIGENE GEFAHR!!!

Meine Gedanken zu Madrigal, Episode Zwei der fünften Staffel von Breaking Bad.


Germans! (Opening)
Hoppla. Es wird deutsch gesprochen. Das finde ich ja „echt prima“. Ein paar Kittelträger präsentieren einem potenziellen Kunden diverse Fast Food-Saucensorten. Darunter auch Ketchup, welcher eigentlich nur ganz normaler Ketchup ist. Wie dem auch sei, der potenzielle Kunde entpuppt sich als ein gewisser Herr Schuler, bei Madrigal, ein deutsches Unternehmen für Elektromotoren, angestellt. (Madrigal, wir erinnern uns: Die Firma, welche auch die Wäscherei besitzt/besaß, unter jener Gus’ Drogenlabor situiert war und ebenso die Luftfilter für dasselbige hergestellt hat.) Herr Schuler scheint recht dicke mit dem verschiedenen Gustavo Fring gewesen zu sein. Ein Problem gibt es aber, denn die Polizei ist Schuler schon auf den Fersen. Also defibrilliert er sich in einer durchaus angespannten Szene selbst zu Tode. Da kann Kriminalinspektor Kunst so dolle klopfen wie er will, die verschlossene Toilettentür wird Herr Schuler nicht mehr öffnen. Interessanter Einstieg. Und mit einem recht offensichtlichen Fingerzeig in Richtung Ende der Ära Fring bzw. dessen Demontage (zu offensichtlich...).

Poor Jesse, double-faced Walter
Jesse ist ziemlich aufgewühlt. Er sucht nach wie vor das in einer Zigarette versteckte Ricin, mit welchem er ursprünglich Gus ausschalten sollte und welches als überaus bedeutsames Plot Device in der vorangegangen Staffel 4 diente. Nicht dass noch jemand unschuldiges aus Versehen das Ricin einnimmt und daran ein jähes Ende findet. Wir haben Jesse als durchaus emotionalen und labilen Charakter kennengelernt, auch diese Angelegenheit macht ihm eindeutig zu schaffen. Wo könnte das Ricin wohl sein? Natürlich, bei Walter. Saul gab ihm die Zigarette samt Ricin in der letzten Folge, Live Free or Die, doch Jesse weiß von alledem nichts. So kann Walter sich in aller Ruhe Gedanken machen, wie er den guten Jesse auf ein Neues manipulieren und das spezielle Band zwischen den beiden gar noch stärker machen kann. Fürchterlich. In solchen Momenten widert mich Walt einfach an. Aber genau das ist ja gerade eine der Stärken von Breaking Bad, oder?

Whitey – Stay on the Outside
Der wunderbare Song, welcher während der Suchaktion (wunderbar gedrehte Montage) in Jesse’s Haus gespielt wird. Wird jetzt wahrscheinlich öfters zu hören sein, ob auf Facebook, Twitter etc. geteilt oder gar im Radio. Ist aber auch alles andere als schlecht.


Go forward. Go forward where?
Ambitioniert wie Walter nun mal ist, möchte er am liebsten gleich wieder ins Drogengeschäft einsteigen. „There is a market to be filled and currently no one to fill it.“ Jesse ist dabei, doch auch Mike soll mit einsteigen, ist man sich doch dessen besonderen Fähigkeiten mehr als bewusst. Aber Mike hat keine Lust. Und der Grund dafür ist einleuchtend: „You are trouble… You are a time bomb. Tick-tick-ticking. And I have no intention of being around for the boom.“ (Mike zu Walt) Got a point there, Mike. Einen ziemlich guten sogar. 

Right under my nose
Nette Anspielung. Hank’s Boss Merkert (Michael Shamus Wiles) erinnert sich an Gustavo Fring und wie er diesen ein Mal zu sich nach Hause zum Grillen eingeladen hatte. Und jetzt hat sich herausgestellt hat, dass Mr. Fring ganz und gar nicht derjenige gewesen ist, für wen er sich lange Zeit ausgegeben hat. Wenn Hank wüsste, was direkt unter seiner Nase (noch?) alles im Verborgenen liegt…

Mike
Nochmal zurück zu Mike, welcher in Madrigal besonders viel Screentime bekommt. Wir stellen erneut fest, dass Mike Ehrmantraut („Close enough.“) feste Prinzipien und Ideale hat. Vertrauen spielt dabei wohl die allerwichtigste Rolle. Er steht bedingungslos zu seinen Leuten, weshalb es für ihn auch absolut nicht in Frage kommt, den Großteil von diesen einfach so zu eliminieren. Jedoch wird auch klar, dass, sollte jemand sein Vertrauen missbrauchen, die Strafe auf dem Fuß folgt. Jonathan Banks spielt diese Rolle einfach großartig. In Staffel 4 feierte Mike seinen „Durchbruch“ und auch in Staffel 5 scheint seine Figur für den weiteren Verlauf der Geschichte von großer Bedeutung zu sein.

Mike II
Ein weitere Eigenschaft Mike's: Du kannst ihn nicht reinlegen, das funktioniert einfach nicht. Er ist dir immer einen Schritt voraus. Nun, den Anschein hat man die meiste Zeit, zumindest bis er auf Hank trifft. Eine fantastische Szene. Hank und Gomey (Steven Michael Quezada) verhören Mike zu der ganzen Gustavo Fring-Geschichte. Und Mike schlägt sich wie erwartet souverän und zeigt sich von den wilden Spekulationen und Vorwürfen Hank’s unbeeindruckt. Aber Hank ist nun mal Hank. Und Hank ist nun mal ein ähnlicher Typ wie Mike. Immer ein Ass im Ärmel. Und wenn er das ausspielt, dann sitzt es auch richtig. In dieser Szene treffen zwei absolute Alphatiere aufeinander und es ist eine große Freude Dean Norris und Jonathan Banks dabei zuzuschauen. Mehr davon.

Mike III
Als Mike zum Ende die junge Frau, welche einen seiner „Jungs” engagiert hat, um Mike und Kollegen den Garaus zu machen, in ihrem Haus zur Rechenschaft ziehen will, zeigt sich zum wiederholten Male Mike’s strikte Devise „No half measures.“ Doch was ist das? Er lässt sich erweichen, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass er selbst eine kleine Enkeltochter hat und sich in die flehende Mutter hineinversetzen kann. Stoiber-esque gesagt, Mike weiß, was es bedeutet, Mutter von drei kleinen (in diesem Fall nur eins) Kindern zu sein. Außerdem könnte diese anscheinend das Methylamin besorgen, welches Walter, Jesse und er zur Herstellung ihres „Products“ benötigen. Mike hat sich jetzt nämlich doch dazu entschieden, Teil des "Blue Sky"-Triumvirats zu sein. Die DEA geht ihm nämlich an die Kohlen und irgendwie muss der Rubel ja rollen. Wenn nicht für ihn, dann zumindest für seine Familie, speziell seine Enkeltochter. Also verschont Mike die Dame. Was mich wiederum beunruhigt. Nicht, dass ich auf ihre "Bestrafung" bestanden hätte, aber Mike weicht von seinen Prinzipien ab, auch wenn es aufgrund des Methylamins logisch erscheint, es bleibt ein komischer Beigeschmack. Und dann steigt er doch noch bei Walter und Jesse mit ein. Da ist Reibung garantiert, insbesondere zwischen ihm und Walter. Wer weiß, was da noch auf uns zukommt. Tick-tick-ticking...

Skyler
…hat in dieser Folge nicht viel zu sagen/ tun und liegt den ganzen lieben langen Tag im Bett herum. Wie bereits letzte Woche festgestellt hat sich Walt und sein „neues“ Ich vollends akzeptiert. Skyler bekommt das anscheinend nicht so leicht hin. Auch wenn Walt ihr gut zuspricht („There’s no better reason than family.“), das Schlussbild bleibt äußerst unangenehm. Schafft es auch Skyler, die neuen Umstände und sich selbst zu akzeptieren? Ich wünsche es ihr nicht wirklich. Ihre Selbstzweifel sind ohne Frage absolut berechtigt. Und außerdem braucht Walter auf der Moralebene einen ebenbürtigen Gegenspieler. Es kann doch nicht alles schlecht sein bzw. werden, oder?

Gesamteindruck
Eine Folge für Jonathan Banks. Er hat es sich aber auch verdient. Einer meiner absoluten Lieblingscharaktere. Aaron Paul ebenfalls mit einer typischen Aaron Paul-Breaking Bad-Performance gleich zu Beginn. Stark. Das geht immer wieder unter die Haut. Walter, Jesse und Mike bilden das neue Trio Infernale und wie wir Walter (So berechnend und manipulativ wie eh und je. Bryan Cranston superb.) kennen, wird ihm schon so mancher perfider Plan durch den Kopf gehen. Die Messlatte wird weiter hoch gehalten, eine sehr intensive zweite Folge der 5. Staffel von Breaking Bad, welche mir wirklich sehr gut gefallen hat.


Und wieder eine Woche warten. Nächsten Sonntag, den 29. Juli 2012, läuft Episode 3 der 5. Staffel von Breaking Bad, Hazard Pay. Dazu dann wieder alles hier, auf bommebastisch

Derweil bin ich sehr auf euren Input gespannt. Was ist euch aufgefallen, was fandet ihr besonders gut/ schlecht/ bemerkenswert in dieser Folge? Teilt euch via Kommentarfunktion mit, ich freue mich über jede Art der Diskussion, Anregung oder Kritik.