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Mittwoch, 30. April 2014

A Letter of Ice and Fire to the Unsung Heroes and Anti-Heroes of Westeros #4

Die vierte Ausgabe von A Letter of Ice and Fire to the Unsung Heroes and Anti-Heroes of Westeros, und diese Woche wird es ganz speziell. Es gab nicht sehr viele Kandidaten, welche sich in der aktuellen vierten Episode der vierten Staffel von Game of Thrones, namentlich Oathkeeper, angeboten haben. Die Entscheidung viel dann auf einen eher frostigen Zeitgenossen, der selbst mich kalt erwischte. Diesen und dessen Bedeutung für die weitere Handlung von Game of Thrones kann wohl noch niemand so richtig einschätzen. Aber genug mit den schlechten Wortspielen, kommen wir endlich zum Punkt! Diese Woche geht der Brief aus Eis und Feuer an das gefrorene Etwas aus der letzten Aufnahme der aktuellen Episode. Ihr wisst schon, dieser anscheinend sehr wichtige White Walker mit einer Krone auf dem Kopf und den tiefblauen Augen zum Dahinschmelzen. (Ich weiß. Verzeiht mir.) Wer oder was, und wieso überhaupt – vielleicht findet Ihr ein paar Antworten in den folgenden Zeilen meinerseits.

(Es folgt eine obligatorische Spoilerwarnung. Ich bin zwar mit den Büchern der A Song of Ice and Fire-Reihe vertraut, werde aber nur auf die Handlung der TV-Serie Bezug nehmen. Dadurch können sich natürlich trotzdem einige Spoiler einschleichen, vor allem zu der jeweiligen Episode der vierten Staffel von Game of Thrones.)

ACHTUNG, SPOILERWARNUNG!!! WEITERLESEN AUF EIGENE GEFAHR!!!


Liebes Eisding-White Walker-Oberboss-Wesen,

Das war ja mal ein Auftritt. Damit hätte wohl kaum einer gerechnet. Selbst viele Buchleser hat es aus deren Bahnen geworfen, denn auch für diese bist du ein absolutes Novum. Es gibt nämlich nun mal keine vergleichbare Szene in der Buchreihe A Song of Ice and Fire von George R.R. Martin, geschweige denn ein konkreter Hinweis darauf, wer oder was du eigentlich bist.

Vielleicht ist an dieser Stelle sogar eine Art Dankeschön angebracht, denn in gewisser Art und Weise ist dein Auftritt so zu werten, dass die Verantwortlicher durchaus ihren eigenen Weg gehen wollen und sich nicht zwangsläufig bedingungslos auf die literarische Vorlage verlassen möchten. Kleinere bis mittelgroße Veränderungen zwischen Buch und TV-Serie konnte man schon zur Genüge beobachten, doch die Einführung von diesem neuen Element zeigt, dass man auch als alleswissender Buchleser nicht vor Überraschungen gefeit ist, was wiederum äußerst positiv ist.

Umso schöner ist es jetzt miträtseln zu können, was es überhaupt mit der ganzen Sache auf sich hat und wer du eigentlich bist, wertes Eiswesen. Anscheind bist du ja wirklich der Oberguru der gefürchteten White Walkers. Die eisigen Spitzen, welche deinem glatten Schädel entspringen, könnten einer Krone ähnlicher kaum sein. Und tatsächlich geistern im Netz auch schon einige interessante Theorien zu deiner Identität umher, welche HBO wohlmöglich selbst noch einmal befeuert hat. Eine offizielle Episodenbeschreibung zu Oathkeeper, welche kurze Zeit später wieder offline genommen wurde, verpasst dir die Bezeichnung Night's King. Für den gemeinsam Zuschauer ist das sicherlich eine ganz nette Information, doch bei manch aufmerksamen Buchlesern klingeln hier eventuell sofort die Alarmglocken. Mit der Einführung deiner Figur wird hier ein sehr interessanter Weg eingeschlagen, der auch für Leser der Bücher einige unerwartete Entwicklungen bereithalten könnte.

Dabei stöhnen viele gleich schon wieder, weil du dann vielleicht doch zu viel Fantasy mit dir bringst. Auch ich war anfangs irritiert. Aber es ist nun mal auch eine Fantasy-Serie, uns wird dieser Aspekt hier zwar mit der Brechstange serviert, aber neben meiner Irritation ging von deinem Auftritt auch eine Art Faszination auf mich über. Was soll das? Wer bist du? Was hat das für die weiteren Verlauf der Serie zu bedeuten? Viele Fragen, über deren Beantwortung ich mich ehrlich gesagt sehr freue. Als Buchleser genießt man die TV-Umsetzung, doch eine jüngfräuliche Erwartungshaltung ist einfach nicht möglich. Das hat sich nun ein wenig geändert. Und du trägst großen Anteil daran, ehrenwerter Night's King. Diesen Brief hast du dir verdient.

Ehrfurchtgebietend,
dein Felix. 
Der Night's King. Oder doch nicht? Egal. Diese Augen...
(c) HBO
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Die vierte Staffel von Game of Thrones läuft seit dem 6. April immer sonntags auf HBO. Die Artikelreihe A Letter of Ice and Fire to the Unsung Heroes and Anti-Heroes of Westeros begleitet die Ausstrahlung der vierten Staffel von Game of Thrones, neue Ausgaben dazu erscheinen hier auf bommebastisch.blogspot.com immer wöchentlich wenige Tage nach der Ausstrahlung der aktuellen Episode. Kritik, Anregungen und Kommentare sind selbstredend erwünscht.

Montag, 8. Juli 2013

Game of Thrones - 5 Dinge, die mir in der dritten Staffel nicht ganz so gut gefielen


Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog einen kleinen Beitrag zur dritten Staffel von Game of Thrones (genauer: zu den 5 Dingen, die mir in der dritten Staffel besonders gut gefallen haben) veröffentlicht. Jetzt, fast vier Wochen (uff!) nach der Ausstrahlung des Staffelfinales, möchte ich noch einmal auf Game of Thrones eingehen, auch wenn der Buzz etwas abgeebbt ist. Zum einen, weil ich es großspurig angekündigt hatte (Merke: so etwas macht man nicht) und zum anderen, weil ich das Gefühl habe, dass es wichtig ist hervorzuheben, dass diese Season auch nicht alles Gold war, was glänzte. Schwer zu glauben, oder? Und da man ja immer was zu tun hat, komme ich halt erst jetzt dazu, zu einem Zeitpunkt, an dem so mancher gedanklich schon wieder ganz woanders ist. Wie dem auch sei, es wird sich schon jemand finden, der Interesse an diesem Beitrag finden wird. Also: Los geht’s, 5 Dinge, die mir in der dritten Staffel von Game of Thrones nicht so gut gefallen haben.

(Wie auch schon in dem vorangegangen Beitrag hat die Nummerierung der einzelnen Unterpunkte keine weitere Bedeutung, dient einzig und allein der Ordnung und nicht der Platzierung. Und wie immer: SPOILERWARNUNG!)


1. Jon Snow aka Kit Harrington und die Wildlings!

Keine Frage, am Ende hatte ich auch meinen Spaß mit Harrington’s Handlungsbogen. Und Rose Leslie (Ygritte) ist eine wunderschöne Frau, der ich sehr gerne beim Schauspielern zugesehen habe; Kristofer Hivju hat einen ganz eigenen Tormund Giantsbane verkörpert, ein wenig anders, als ich ihn mir ob der Buchvorlage vorgestellt hätte, was mir aber eigentlich sehr gut gefiel. Und Mackenzie Crook hat seine Sache als Orell auch sehr ordentlich. Aber. Oder besser: Jedoch. Die Handlung Beyond the Wall gehörte diese Staffel zweifelsohne mit zu den schwächsten. Leider konnte visuell nie das ganze Ausmaß der Wildling-Armee erfasst und übermittelt werden. Hinzu kam ein eher schwacher Mance Rayder, für dessen Rolle man HBO-Veteran Ciarán Hinds (Rome) verpflichten konnte, welcher im Endeffekt jedoch nicht nur blass blieb, sondern auch kaum Auftritte hatte. Sicherlich wird sich das in Staffel 4 ändern, doch wurde man keinesfalls dem Tease des Endes der 2. Staffel gerecht, als Jon Snow kurz davor stand, dem berühmt-berüchtigten Mance Rayder zu begegnen. Zu Jon Snow selbst lässt sich nur sagen, dass er nach wie vor ein äußerst wichtiger Charakter der Show ist, doch lag dies diese Season weniger am schauspielerischen Talent eines Kit Harringtons (teilweise erschreckend schwach, nur zum Ende konnte er wirklich überzeugen) oder irgendeiner bahnbrechend-spannenden Handlung, sondern vielmehr daran, dass Jon Snow nun mal des Zuschauers einzige Möglichkeit ist, Einblick in das Wildling-Geschehen beyond the wall zu bekommen. Alles in allen war dieser Handlungsbogen rund um Jon Snow und den Wildlings eher eine Enttäuschung für mich, trotz kleinerer Höhepunkte (Tormund’s Weisheiten in Sachen Liebesspiel, The Climb, das dramatische Finale samt toller Kampfchoreographie in The Rains of Castamere). Da muss nächste Season mehr kommen. Doch bin ich dahingehend guter Dinge, betrachtet man die (neue) Ausgangslage nach dem Staffelfinale. Gerade Kit Harrington könnte dessen Charakters Rückkehr nach Castle Black schauspielerisch sehr zu gute kommen. Auch wenn wir erst einmal auf das oft unterhaltsame Geplänkel zwischen Jon Snow und Ygritte verzichten müssen.


2. Ramsay Snow und Torture Porn!

Ich kann nachvollziehen, warum man Iwan Rheons Charakter diese Staffel so eingeführt hat, wie er halt eingeführt wurde. Die Figur des Ramsay Snow ist in den Büchern eine der grausamsten, kaltblütigsten und sadistischsten überhaupt. Dementsprechend wurde der geheimnisvolle „Boy“ (Rheons Rollenname in diversen Castinginformationen) auch dargestellt. Anfangs konnte der unwissende Zuschauer nicht sagen, wer denn diese Person sei, wem sie angehört und welche Motive sie verfolgt. Mit der Zeit, und diversen Foltereinlagen, wurde jedoch immer deutlicher, dass diese Figur ein gnadenloser, kranker Bastard (intended!) ist, der es genießt, den armen Theon Greyjoy zu misshandeln. Der Effekt der dabei entstand, dass man größte Abscheu, Ekel und vielleicht so etwas wie Angst vor Rheons Figur empfand, ist nicht zu bestreiten. Genauso wie das Mitleid, dass man irgendwann mit Alfie Allen aka Theon Greyjoy hatte, obwohl er in der vorangegangenen Staffel neben Joffrey zum Hassobjekt Nummer eins aufstieg. Unter den Tisch fallen lassen möchte ich auch nicht, dass ich natürlich auch das ein oder andere Mal ob bizarrer Situationskomik und einen glänzend aufgelegten Rheon lachen musste. Und dennoch, mir gefiel das übertriebene Foltern nicht. Das lag jetzt nicht unbedingt daran, dass ich es abstoßend und widerlich fand, sondern vielmehr daran, dass mir zu oft wie ein billiges Stilmittel vorkam. In regelmäßigen Abständen sprang die Handlung zu Theon und zeigte uns wieder einmal, wie sehr er doch gefoltert werden würde. Natürlich ist einem klar, was die Macher damit bezwecken wollen, aber irgendwann empfand ich es als eher langweilig. Es fühlte sich mehr nach Foltern um des Foltern Willens an. Meiner Meinung nach hätte man diesen Handlungsbogen durchaus kürzer fassen können, denn ich bin bestimmt nicht der einzige, den dieser Aspekt der 3. Staffel von Game of Thrones irgendwann nur noch wenig interessiert und eher gelangweilt hat.


3. Bran und seine Entourage!

Jedes Mal, wenn der Szenenwechsel zu Bran, Rickon, Hodor, Osha, Jojen und Meera erfolgte, habe ich gedanklich abgeschaltet. Höchstens am Ende der Staffel, als man zweimal auf gute Art und Weise zwei verschiedene Handlungsbögen miteinander verknüpfte (einmal mit Jon Snow und seinen Wildlings, einmal mit Sam und Gilly), gefiel mir die Geschichte um die von vielen tot geglaubten Stark-Zöglinge zumindest ein bisschen besser als sonst. Es war schon ein wenig komisch aber nicht minder effektiv, als Rickon zum ersten Mal wirklich den Mund aufmachte und sogleich herzzerreißende Worte von sich gab. Natalie Tena (Osha) kann man eventuell noch ein kleines Kompliment machen, hatte sie mir doch (neben Hodor selbstverständlich) noch mit am besten gefallen. Leider wird man ihre Figur, nachdem sie die Gruppe zusammen mit Rickon verlässt, in der 4. Staffel wohl nur noch sehr wenig oder vielleicht gar überhaupt nicht mehr zu sehen bekommen. Ob jetzt der geheimnisvolle Jojen Reed (Thomas Brodie-Sangster) oder seine Schwester Meera, die eigentlich nur da war, sich kurz mit Osha stritt und dann weiterhin ohne wirkliche Relevanz vor sich hinexistierte, die neuen Charaktere blieben sehr blass und machten die Sache nicht spannender. Und auch Bran selbst (ohne das Talent von Isaac Hempstead Wright in Frage stellen zu wollen) schaffte es nicht wirklich, der Geschichte seinem Stempel aufzudrücken, auch wenn er ihr Protagonist war. Ein äußerst öder und lahmer Handlungsbogen, es passierte nicht viel, und wenn etwas passierte, dann erschien es recht banal und unwichtig, um wirklich des Zuschauers Interesse zu erwecken und die Handlung voranzutreiben. Hier muss ordentlich nachgebessert werden, das sollte selbst den Produzenten klar sein.


4. Sam (und Sansa)!

Ich befinde mich jetzt in einer Zwickmühle, möchte ich diesen beiden Figuren keinen eigenen Unterpunkt widmen, jedoch ihre Rollen in dieser Staffel dementsprechend zusammenfassen und in einem Punkt abarbeiten, weil sie exemplarisch für ein paart recht nervige Momente der dritten Staffel von Game of Thrones stehen. Dabei ist es eher ein persönliches Empfinden gegenüber den beiden, und ich weiß nicht, ob es für den Leser so leicht nachzuvollziehen ist. Vor allem Sam nervte mich ganz schrecklich. Das ist eventuell für den einen oder anderen eher weniger überraschend, denn gehe ich stark davon aus, dass ich nicht der einzige gewesen bin, dem es so ging.. Und das lag jetzt nicht unbedingt an John Bradley, sondern vielmehr an der Figur und ihrem Charakter selbst. Sam kann nichts. Er kann nicht kämpfen, er kann kein Feuer machen, er ist schlichtweg ein Verlierertyp. Und das wird dem Zuschauer immer wieder aufs Neue klargemacht. Und mich nervte das. Mich nervte zum einen, dass Sam komplett unfähig war und zum anderen, dass es mir das immer wieder gezeigt wurde. Als Zuschauer habe ich dann immer wieder abgewinkt, fast so wie beim Bran-Arc. Ja, wir haben es verstanden, Sam ist dusselig, eine Trantüte, generell unfähig usw. Einzig und allein die ab und an aufkeimende Spannung konnte es für mich retten. Bei Sansa wiederum lässt sich ein ähnlich nerviges Phänomen wie bei Sam entdecken, weil wir immer wieder und wieder darauf hingewiesen werden: Sansa ist dumm und naiv. Ja, auch das hatten wir irgendwann klar und deutlich verstanden, sie ist ein dummes kleines Mädchen, das tagein tagaus von Prinzen und Minnesängern träumt. Gerade zu Beginn der Staffel war sie ein Spielstein par excellence und ich konnte sie aufgrund ihrer Naivität nur selten wirklich ertragen. Zum Ende der Staffel besserte sich dies glücklicherweise, doch störte mich, dass man derartig übertrieben immer wieder gezeigt bekommen hatte, wie realitätsfremd Sansa doch durch ihr Leben schreitet. Natürlich verstehe ich, dass man einen Charakter in bestimmte Richtung hin etablieren und dementsprechend zeichnen möchte, das trifft auf Sansa als auch auf Sam zu, um später mit dem entworfenen Charakterbild eventuell komplett zu brechen und uns Zuschauer zu überraschen. Doch muss ich auch sagen, dass in diesen Momenten weniger oft mehr ist. Der Zuschauer ist nicht so dumm, als könnte er oder sie nicht anhand ein paar gezielt gesetzter Szenen erkennen, in welche Richtung sich ein Charakter entwickelt könnte bzw. entwickeln wird. Auch wenn wir allerhand fantastische Charaktere und Charakterentwicklungen in Game of Thrones zu sehen bekommen, bei diesen beiden Figuren mochte mir das nicht wirklich schmecken.

Okay, subjektiv gesehen muss ich Sansa ein bisschen aus der Schusslinie nehmen. Mein Gott, es ist halt Sophie Turner. Und am Ende der Staffel wurde schon ein wenig angedeutet, dass sich Sansa als Charakter (endlich) weiterentwickeln wird.



Apropos: Hat hier jemand was von "weniger ist oft mehr" gesagt? Wie passend, das bringt mich doch glatt zu meinem letzten und (ironischerweise) umfangreichsten Punkt…

5. Die Komplexität! - Charaktere und Handlungsstränge en masse!

Dieser Punkt mag vielleicht ein wenig paradox erscheinen, ist es doch gerade die ausgezeichnete Komplexität dieser Erfolgsserie, die vielen so viel Freude bereitet. Und auch ich schätze diesen Aspekt an Game of Thrones sehr, dank eines guten Namens- und Konstellationsgedächtnisses habe ich eigentlich keine Probleme, der Serie und den verschiedenen Handlungssträngen zu folgen. Aber in Staffel 3 fiel mir etwas auf, was in den beiden vorangegangenen Staffel nicht so sehr der Fall war: es wurde einfach mehr. Also alles. Mehr Figuren, ergo mehr Handlungen, mehr Schauplätze, einfach alles. Vielleicht ist das auch nur meine subjektive Wahrnehmung, doch hat sich diese in gewisser Weise bestätigt, als ich wöchentlich Reviews und Recaps zur dritten Staffel im Netz las. Ich möchte diesen Aspekt auch nicht wirklich als Schwachpunkt der dritten Staffel bezeichnen, doch darf es auch nicht unerwähnt bleiben. Wie bereits gesagt, die Komplexität, die Vielzahl von verschiedenen Charakteren und deren Motivation ist mitunter der Grund, warum viele diese Serie so schätzen. In Staffel 3 wurden viele neue Figuren eingeführt (die Queen of Thorns, Ramsay Snow, Mance Rayder, Tormund Giantsbane, Beric Dondarrion, Thoros of Myr usw.), als auch schon bekannten Charakteren mehr Spielraum gegeben (Roose Bolton, Margaery, Sam usw.). Und das ist toll. Neue Charakter in Game of Thrones sind immer interessant und bereichern das Geschehen, und altbekannte Charaktere, welche bereits eingeführt wurden und jetzt mehr Screentime bekommen, vertiefen bestimmte Handlungsbögen und erweitern den Mikro-/ Makrokosmos von Westeros bzw. Esteros.

Jedoch ist es auch so, dass trotz größerer Anzahl von handelnden Charakteren wir nach wie vor „nur“ 10 Folgen pro Staffel zu sehen bekommen. Und so passierte es diese Staffel oft, dass sich die eine oder andere Folge ein wenig überladen, vollgepackt und folglich arg sprunghaft anfühlte, weil man eben oft zwischen vielen Schauplätzen wechselte bzw. wechseln musste. Hinzu kam, dass einige (beliebte) Figuren weit weniger Auftritte hatten, als es sich der Zuschauer vielleicht gewünscht hatte. Die Queen of Thorns zum Beispiel durfte sich zu Beginn kurz profilieren, auch wenn dies äußerst gut war, doch verschwand sie ebenso schnell wieder von der Bildfläche. Lange musste man auf einen Auftritt von Varys warten, Littlefinger spielte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls eine eher kleinere Rolle. Mance Rayder wiederum, toll besetzt durch weiter oben bereits erwähnten Ciarán Hinds und zu Beginn der Staffel eingeführt, geriet schnell wieder in Vergessenheit. Dies sind nur ein paar Beispiele und vielleicht empfindet der Leser es anders, doch hatte ich oft den Eindruck, dass man sich mit der Masse an Charakteren gleichzeitig die schwere Aufgabe zumutete, jeden auf irgendeine Art und Weise mit einzubinden. Diese Absicht ist lobenswert, doch können sich so auch schnell Probleme ergeben; manche Figuren treten nur sehr kurz auf oder spielen dann auf einmal nur noch eine kleine oder eben gar keine Rolle mehr. Deswegen wäre es eventuell ratsam, in der nächsten Staffel den Fokus wieder auf wenige Handlungsstränge zu richten bzw. sie miteinander zu kombinieren.

Jedes Mal, als dies in der dritten Staffel geschah, zum Beispiel indem man einen großen Handlungsbogen in Kingslanding zu sehen bekam und die dementsprechende dort situierten und handelnden Figuren wechselweise ihre Auftritte hatten, fühlte sich Game of Thrones meiner Meinung nach am besten an. In der vierten Staffel werden nun mehrere Handlungsebenen und -stränge miteinander verknüpft - nur ein paar Beispiele: Jon Snow ist wieder am Castle Black, zusammen mit Sam; Jamie ist zurück in Kingslanding etc. – was es den Machern eventuell leichter machen könnte. Doch darf man sich auch keinen Illusionen hergeben, dass wieder eine handvoll neue Charaktere mit dazustoßen werden. Das ist nun mal The Song of Ice and Fire, es gibt gefühlt unendlich viele Figuren, die wiederum diese Welt natürlich auch bereichern. Deswegen wird es für die Macher auch nicht leichter werden, mit der Problematik Komplexität, eventuell sogar eine Art Fluch und Segen zugleich, richtig umzugehen. Doch bin ich zuversichtlich, dass man das hinbekommen wird. Wie gesagt, persönlich gefiel es mir in Staffel 3 größtenteils sehr gut, doch wurde auch manchmal recht deutlich, wie schwer es doch ist, mit dem gegebenen Material effektiv zu arbeiten, den Überblick zu behalten und den Zuschauern das zu geben, was sie sehen wollen, ohne sie vielleicht zu verwirren. Jedoch gibt es einen Trumpf hinsichtlich des möglichen Problems Komplexität: George R.R. Martin. Dieser ist ja nicht gerade dafür bekannt, zimperlich mit seinen Charakteren umzugehen. Also darf man stark davon ausgehen, dass auch in der vierten Staffel der ein oder andere Charakter das Zeitlich segnen wird, wodurch wieder Platz für neue Charaktere geschaffen wird. Buchleser wissen an dieser Stelle wie immer mehr…

Und weil ich einfach nix Gescheites in Sachen Bebilderung etc. zu diesem Thema in der Unendlichkeit des Internets gefunden habe, ein Video, dass auch ganz cool ist:


Huch. So viel. Das tut mir leid. Gerade der letzte Punkt lag mir am Herzen und es bedurfte einer ausführlichen Erläuterung, um diesen verständlich zu machen. Ich hoffe, es lesen zumindest noch ein paar Seelen diese abschließenden Worte, wobei ein mancher eventuell sogar schon beim Torture Porn und Ramsay Snow ausgestiegen ist. Bei denjenigen Unerschütterlichen, welche bis hier hin durchgehalten haben, möchte ich mich recht herzlich bedanken. Und bei allen anderen natürlich auch. Gleichzeitig rufe ich den Leser auf, mir mitzuteilen, was ihm oder ihr denn an der dritten Staffel von Game of Thrones nicht so gut gefallen hat. Was war eurer Meinung nach nicht so gut, was hat eventuell sogar genervt? Raus damit. Über allgemeine Kritik an diesem Beitrag meinerseits freue ich mich natürlich auch.    

Donnerstag, 13. Juni 2013

Game of Thrones - 5 Dinge, die mir in der dritten Staffel besonders gut gefielen


Game of Thrones. Vor wenigen Tagen ist die dritte Staffel der derzeit wohl beliebtesten und meist diskutierten Serie weltweit zu Ende gegangen. Dementsprechend wird das Netz nun logischerweise von diversen Artikeln, Blogbeiträgen, Season Reviews etc. überschwemmt, die sich einerseits der im Vergleich zur zweiten definitiv stärkeren dritten Staffel und ihren Inhalten widmen, oder eben nur wehklagend darauf hinweisen, dass der geneigte GoT-Fan sich jetzt wieder einmal gut ein Jahr gedulden muss, bis es mit der 4. Staffel der Erfolgsserie weitergeht.

Da auch ich ein großer Fan der Serie als auch der Buchreihe A Song of Ice and Fire bin, möchte ich ebenfalls ein paar Worte zu dieser Staffel verlieren. Nicht in kurzer, zusammengefasster Form, nein, vielmehr möchte ich fünf Aspekte (oder eben vereinfacht gesagt: Dinge) hervorheben, die mir diese Season sehr gut gefallen haben. Dabei sollte dem Leser bewusst sein, dass es sich um meine ganz persönliche Meinung handelt und es in dieser dritten Staffel sicherlich mehr als nur fünf Dinge gab, die letztendlich erwähnenswert sind. Ein bestimmte Reihenfolge bzw. Platzierung gibt es jedoch nicht, auch wenn ich die verschiedenen Aspekte/ "Dinge" durchnummeriert habe.

Ach ja: SPOILERWARNUNG! Das versteht sich glaube ich von selbst oder?
Und bitte.

1. Charles Dance / Tywin Lannister!

Ich bin ein Tywin-Fanboy. Ein ziemlich großer sogar. Jede Szene, in der das mürrisch dreinblickende, stets kalkulierende Familienoberhaupt der Lannisters auftrat, habe ich förmlich aufgesogen. Charles Dance ist ein herausragender Schauspieler, der sein Handwerk an den unzähligen Theaterbühnen Großbritanniens erlernte, perfektionierte und in der dritten Staffel von Game of Thrones mit derartiger Nachhaltigkeit zum Besten gab, dass er sich dafür eigentlich eine Auszeichnung verdient hätte. Ob er nun seinem Sohn Tyrion, seiner Tochter Cersei oder der Queen of Thorns, Olenna Tyrell, gegenüber stand, niemand sah auch nur einen Stich gegen ihn (letztere vielleicht, doch musste auch sie irgendwann klein beigeben). Selbstsicherheit, Dominanz, eine ehrfurchterregende Aura, Stolz, Unbarmherzigkeit, Weitsicht und Raffinesse - Tywin Lannister zeichnen weit mehr als nur diese Eigenschaften aus. Bis dato ist er einer der wenigen Charaktere der Serie, die unfehlbar, unüberwindbar und vor allem unbesiegbar wirken. Es gab nicht einen Moment, in der Charles Dance seiner Rollenanforderung nicht gerecht wurde. Das geht sogar soweit, dass man (obwohl der generelle Tenor einem sagt, dass man - drastisch formuliert - Tywin Lannister zu hassen hat) diesem Charakter unfassbar viel Respekt gegenüber hat und letztendlich als eine der coolsten Säue in ganz Westeros bezeichnen würde. Tywin Lannister bzw. Charles Dance, mein heimlicher (Anti)Held der dritten Staffel von Game of Thrones.



2. Khaleesi!

Zugegeben, in der zweiten Staffel habe ich die Rolle der Daenerys Targaryen gehasst. Wirklich. Ständig dieses „Where are my dragons?!?!“ oder überhaupt „I have dragons!!!!“, und wie sie durch die Wüste eierte, sich für so toll hielt und im Endeffekt doch nichts gebacken bekommen hat. Logisch, character building and stuff, aber es hatte mich genervt. Umso überraschter war ich von der Mother of Dragons diese Season, obwohl ich eine kleine Ahnung dahingehend hatte, dass ihr Handlungsbogen sehr gut werden könnte. Erstaunlich ist, dass man diese Staffel das Gefühl hatte, nicht besonders viel von Daenerys und der Handlung beyond the Narrow Sea gesehen zu haben, insbesondere am Anfang der Staffel. Und dennoch, jedes Mal wenn der Szenenwechsel nach Esteros kam, ging Daenerys’ Plot mit großen Schritten voran. Jedes Mal wurde es interessant, die Mother of Dragons verlor ihr anstrengende Staffel-Zwei-Attitüde und schwang sich zur absoluten badass figure auf. Hinzukamen starke altbekannte bzw. neue Figuren, sei es Ser Jorah Mormont (Iain Glen), Ser Barristan Selmy (Ian McElhinney) oder sellsword Daario Naharis (Ed Skrein). Der Danny arc hatte teilweise ein derartiges Tempo, dass es ein pure Freude war, dem Ganzen zu folgen. An dieser Stelle auch Respekt an Emilia Clarke, die nun drei Staffel hintereinander (charakterlich) komplett verschiedene Daenerys Targaryens spielen musste, und für meinen Geschmack besonders hier in Staffel drei großartig aufblühte. Ihr Charakter ist ein absoluter Fanliebling, sowohl bei den Buchlesern als auch bei den Serienschauern. Da verwundert es auch nicht, dass sie wieder einmal das finale Bild einer Staffel bekommt (Mhysa), einer der vielen epischen Momente (so auch in Astapor…), die dem Handlungsbogen der Daenerys Targaryen entsprangen und mich teilweise sehr beeindruckt haben. Go Mhysa!



3. Krasse Kampf-Choreos!

Und wenn ich krass sage, dann meine ich auch krass. Wenn eine Sache diese Season besonders auffällig war, dann dass es eine unglaublich hohe Anzahl an sowohl gut getimten als auch hervorragend inszenierten Kampfchoreographien gab. In den vorangegangen Staffeln gab es auch schon das ein oder andere Scharmützel zu bestaunen (Ned Stark vs. Jamie Lannister, The Hound, The Mountain That Rides etc.), doch entpuppte sich insbesondere Staffel drei als ein wahres Fest für die Augen, wenn Schwerter, Speere oder Arakhs miteinander kollidierten. Jamie Lannister gegen Brienne, der Hound gegen Ser Beric Dondarrion, Jon Snow gegen Orell, die drei Amigos Jorah Mormont, Grey Worm und Daario Naharis gegen ein paar Dutzend Soldaten der Stadt Yunkai. Die Abläufe waren jedes Mal fantastisch, die Inszenierungen packend und mitreißend, wenn nötig wurde der Hintergrund geschickt miteinbezogen. Jedes Mal, wenn Schwerter gezückt und Messer gewetzt wurden, konnte man sich auf großes Serien-Kino einstellen. Einzigartige Duelle, rasant und energisch, aber nie überfordernd oder überladen. Selbst ein Bär war mit dabei! Großes Lob für diese Kampfchoreographien. In diese Staffel mehr als nur die Kirsche auf der Sahne. 



4. Chaos is a ladder – The Climb!

An dieser Stelle möchte ich mich auf eine ganz bestimmte Szene beziehen, die ich so schnell nicht vergessen werde. In der dritten Staffel von Game of Thrones gab es so einige fantastische Momente zu bestaunen. Im Endeffekt waren es nicht nur einige, sonder gar recht viele. So viele, dass man schwer auf jeden einzelnen genauer eingehen könnte. Aber die Szene, die mich wohl am meisten mitriss und in der für mich einfach alles stimmte, die ereignete sich in der sechsten Folge der dritten Staffel, namentlich The Climb. Es ist Aiden Gillen, der eine der großartigsten Ansprachen in der gesamten Serie überhaupt hält. Chaos is a ladder. So oft bekam man Littlefinger diese Season gar nicht zu sehen, insbesondere im direkten Wortgefecht mit Varys (Conleth Hill). Dabei dürfte jedem Zuschauer klar sein, und so erwähnt es auch Varys zwischendurch, dass Petyr Baelish einer der gefährlichsten Männer in ganz Westeros ist. Mit seinem Vortrag, was der Realm wirklich ist, wie jeder versucht die Leiter zu erklimmen, Ambitionen zu verwirklichen, und doch so viele dabei scheitern, legt Littlefinger die Karten offen. Jeder ist auf seinen eigenen Erfolg und Motive bedacht, und mancher würde dafür so weit gehen, wie es sich andere nicht einmal vorstellen könnten. So ist der Realm. So sind die Menschen. So ist (the) Game of Thrones. Dieser Moment hinterließ mich sprachlos, nicht nur aufgrund des Inhalts und der passenden Analogie, auch die gesamte Inszenierung mit Schwenk auf Joffrey bzw. Ros oder Sansa, das war schlicht und einfach perfekt. Chapeau Aiden Gillen, Chapeau werte Serienschöpfer.



5. Nikolaj Coster-Waldau aka Jamie Lannister aka The Kingslayer!

Ach Jamie. Wir hassen dich. Was bleibt uns anderes übrig? Du hast Bran vom Turm geworfen, treibst es mit deiner Zwillingsschwester und bist generell ein ziemlich arroganter Unmensch. In Staffel zwei hat man dich nicht viel gesehen, du hattest das bekommen, was du verdient hattest, eingekerkert im Feldlager der Stark-Armee. Dann wirst du von der verzweifelten Catelyn befreit und sollst von der biederen Brienne of Tarth nach King’s Landing gebracht werden, als Austauschobjekt um Sansa und Arya Stark zu befreien und zurück zu deren Mutter zu bringen. Das konnte ja nix werden. Und dennoch, die Figur des Jamie Lannisters hat in der dritten Staffel eine sonderbare und zugleich fantastische Wandlung genommen. Natürlich genoss man seine Sticheleien gegenüber der stämmigen Brienne, aber im Laufe der Staffel wandelte sich das Bild vom sich überschätzenden, selbstverliebten Kingslayer zu einem bemitleidenswerten, unsicheren und letztendlich auch schwächelnden bzw. schwachen Lannister-Abkömmling. Jamie Lannister entwickelte sich ungemein weiter und veränderte sich kontinuierlich. Charakterlich als auch physisch. Er verlor seine Schwerthand, war am Boden zerstört, kurz vor dem Ende und rappelte sich dennoch wieder auf, nicht zuletzt dank Brienne. Er gab die schockierende Wahrheit über das Sacking von King’s Landing preis, warum er dem Mad King ein Schwert in den Rücken rammte und damit hunderttausende Menschenleben rettete, jedoch nie auch nur ein wenig Dankbarkeit und Anerkennung dafür erfuhr, sondern nur Verachtung und Schmähung. Er zeigte, dass er sich sehr wohl um andere kümmern kann, dass er Brienne nicht so schnell aufgibt, ihr im entscheidenden Moment zu Hilfe kommt und für sie sein Leben aufs Spiel setzt. Die Macher haben es geschafft, eine der unbeliebtesten Serienfiguren zum klammheimlichen Liebling zu machen. Auch wenn vieles auf Mitleid beruht, ab einem bestimmten Punkt hat man ein ganz anderes Bild von Jamie Lannister als noch in Staffel eins oder zwei. Daran hat auch der dänische Schauspieler Nikolaj Coster-Waldau großen Anteil, welcher mehr als nur einmal sein fantastisches Talent aufblitzen ließ. Das geht sogar so weit, dass es mich nicht verwundern würde, wenn eben jener Coster-Waldau bei der diesjährigen Emmy-Verleihung berücksichtigt werden würde. Ich würde es mir wünschen. Verdient hätte er es allemal.


So. Das waren die fünf Dinge, die mir in der dritten Staffel große Freude bereitet haben. Aber Moment, da fehlt doch was…

Special: (Drunken) Tyrion!

Peter Dinklage bzw. Tyrion war mit Abstand der beste Charakter der zweiten Staffel, keine Frage. In der dritten Staffel legte sich der Fokus auf viele andere, teilweise auch neue Charaktere, womit unser aller Lieblings-Imp deutlich weniger Screentime als noch im Vorjahr bekam. Das war zum einen schade, weil, nun ja, Peter Dinklage bekanntlich ziemlich super ist. Zum anderen war es aber auch verständlich, andere Figuren in den Mittelpunkt zu rücken. Das änderte aber auch nichts daran, dass jede Szene mit Tyrion-Beteiligung sehr stark daherkam. Ob in Kombination mit Vater Tywin, Schwester Cersei, der Queen of Thorns, Joffrey, Varys etc., eigentlich war es immer sehenswert (Ausgenommen die Szenen mit Shae. Die deutsch-türkische Schauspielerin Sibel Kekilli war teilweise sehr fürchterlich.) Anfangs wirkte Tyrion noch ein wenig unbeholfen, gerade im Duell mit dem dominanten Tywin oder der gewieften Queen of Thorns. Zum Ende der Staffel konnte Dinklage jedoch wieder einmal brillieren. Der Auftritt auf seiner eigenen Hochzeit war ein großer Spaß und steht stellvertretend für viele amüsante, aber oft auch ernsthafte und vor allem schauspielerisch sehr gute Momente des Peter Dinklage in der dritten Staffel von Game of Thrones. Zwar reichte es mir persönlich nicht, um unter meine Top 5 zu kommen, aber erwähnenswert ist es allemal. Oh Tyrion. Never change.



So. Das war’s jetzt aber wirklich. Oder? Ach Mist, noch eine Kleinigkeit, die dem ein oder anderen vielleicht schon aufgefallen ist…

Keine Red Wedding? How dare you!

Ja, in der Tat, die Red Wedding bleibt hier unerwähnt. Zumindest bis jetzt. Ich bin mir der Tragweite dieses Ereignisses durchaus bewusst. Die allgemeine Reaktion im Netz zeigte auch, welche Bedeutung diese grausame Hochzeit für viele Fans der Serie hat. Doch muss ich auch ehrlich zugeben, dass es diese Staffel einfach andere Sachen gab, die mir persönlich besser gefallen haben. Hinzukommt, dass mir klar war, was passieren würde, da ich die Bücher gelesen habe. Was auf eine komische Art und Weise schade ist. Ich hätte gerne selbst den Sturm der Entrüstung und Fassungslosigkeit erfahren, den so viele erfahren mussten, nachdem sie die Folge The Rains of Castamere gesehen hatten. Die Red Wedding ist ein Meilenstein, in den Büchern als auch in der Serie. Ein bedeutender, schrecklicher Moment, dessen bin ich mir absolut bewusst. Es wurde stark inszeniert und mit überragenden Performances gespickt (Michelle Fairley als Catelyn Stark oder David Bradley als Walder Frey, der auf offener Straße jetzt wahrscheinlich bespuckt werden wird). Ich war sehr zufrieden mit der Umsetzung. Aber ihr wisst wie das manchmal ist, wenn man ein Buch gelesen hat, dass verfilmt wird, sich den Film ansieht und denkt: „Gut. Sehr gut. Aber irgendetwas… irgendwie hab ich mir das ein klein wenig anders vorgestellt…“ Eine starker Moment der dritten Staffel, vielleicht sogar DER Moment. Aber nicht unter meinen Top 5, auch wenn ich schwer erklären kann wieso. Außerdem, ihr werdet die Red Wedding in jedem x-beliebigen anderen Blogpost zur dritten Staffel von Game of Thrones finden. Da darf ich doch mal aus der Reihe tanzen, oder?



Was sagte eigentlich Maisie Williams aka Arya Stark zur Red Wedding?

So. Jetzt aber. Es reicht. Meine Top 5 der Dinge, Momente, Schauspieler etc. der dritten Staffel von Game of Thrones. Plus ein wenig Tyrion-Geschmachte und eine kurze Erklärung bezüglich des Auslassens der Red Wedding. Ich hoffe, das Lesen hat trotzdem ein wenig Spaß gemacht. Kritik und eigene Anmerkungen zum Thema, was euch diese Staffel zum Beispiel am besten gefallen hat, bitte in den Kommentarbereich. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Ansonsten kommt demnächst ein weiterer Blogpost zum Thema Game of Thrones, dann aber über die fünf Dinge, die mir diese Staffel nicht so gut gefallen haben. Geht das überhaupt? Darf der das? Seid gespannt.