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Montag, 8. Juli 2013

Game of Thrones - 5 Dinge, die mir in der dritten Staffel nicht ganz so gut gefielen


Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog einen kleinen Beitrag zur dritten Staffel von Game of Thrones (genauer: zu den 5 Dingen, die mir in der dritten Staffel besonders gut gefallen haben) veröffentlicht. Jetzt, fast vier Wochen (uff!) nach der Ausstrahlung des Staffelfinales, möchte ich noch einmal auf Game of Thrones eingehen, auch wenn der Buzz etwas abgeebbt ist. Zum einen, weil ich es großspurig angekündigt hatte (Merke: so etwas macht man nicht) und zum anderen, weil ich das Gefühl habe, dass es wichtig ist hervorzuheben, dass diese Season auch nicht alles Gold war, was glänzte. Schwer zu glauben, oder? Und da man ja immer was zu tun hat, komme ich halt erst jetzt dazu, zu einem Zeitpunkt, an dem so mancher gedanklich schon wieder ganz woanders ist. Wie dem auch sei, es wird sich schon jemand finden, der Interesse an diesem Beitrag finden wird. Also: Los geht’s, 5 Dinge, die mir in der dritten Staffel von Game of Thrones nicht so gut gefallen haben.

(Wie auch schon in dem vorangegangen Beitrag hat die Nummerierung der einzelnen Unterpunkte keine weitere Bedeutung, dient einzig und allein der Ordnung und nicht der Platzierung. Und wie immer: SPOILERWARNUNG!)


1. Jon Snow aka Kit Harrington und die Wildlings!

Keine Frage, am Ende hatte ich auch meinen Spaß mit Harrington’s Handlungsbogen. Und Rose Leslie (Ygritte) ist eine wunderschöne Frau, der ich sehr gerne beim Schauspielern zugesehen habe; Kristofer Hivju hat einen ganz eigenen Tormund Giantsbane verkörpert, ein wenig anders, als ich ihn mir ob der Buchvorlage vorgestellt hätte, was mir aber eigentlich sehr gut gefiel. Und Mackenzie Crook hat seine Sache als Orell auch sehr ordentlich. Aber. Oder besser: Jedoch. Die Handlung Beyond the Wall gehörte diese Staffel zweifelsohne mit zu den schwächsten. Leider konnte visuell nie das ganze Ausmaß der Wildling-Armee erfasst und übermittelt werden. Hinzu kam ein eher schwacher Mance Rayder, für dessen Rolle man HBO-Veteran Ciarán Hinds (Rome) verpflichten konnte, welcher im Endeffekt jedoch nicht nur blass blieb, sondern auch kaum Auftritte hatte. Sicherlich wird sich das in Staffel 4 ändern, doch wurde man keinesfalls dem Tease des Endes der 2. Staffel gerecht, als Jon Snow kurz davor stand, dem berühmt-berüchtigten Mance Rayder zu begegnen. Zu Jon Snow selbst lässt sich nur sagen, dass er nach wie vor ein äußerst wichtiger Charakter der Show ist, doch lag dies diese Season weniger am schauspielerischen Talent eines Kit Harringtons (teilweise erschreckend schwach, nur zum Ende konnte er wirklich überzeugen) oder irgendeiner bahnbrechend-spannenden Handlung, sondern vielmehr daran, dass Jon Snow nun mal des Zuschauers einzige Möglichkeit ist, Einblick in das Wildling-Geschehen beyond the wall zu bekommen. Alles in allen war dieser Handlungsbogen rund um Jon Snow und den Wildlings eher eine Enttäuschung für mich, trotz kleinerer Höhepunkte (Tormund’s Weisheiten in Sachen Liebesspiel, The Climb, das dramatische Finale samt toller Kampfchoreographie in The Rains of Castamere). Da muss nächste Season mehr kommen. Doch bin ich dahingehend guter Dinge, betrachtet man die (neue) Ausgangslage nach dem Staffelfinale. Gerade Kit Harrington könnte dessen Charakters Rückkehr nach Castle Black schauspielerisch sehr zu gute kommen. Auch wenn wir erst einmal auf das oft unterhaltsame Geplänkel zwischen Jon Snow und Ygritte verzichten müssen.


2. Ramsay Snow und Torture Porn!

Ich kann nachvollziehen, warum man Iwan Rheons Charakter diese Staffel so eingeführt hat, wie er halt eingeführt wurde. Die Figur des Ramsay Snow ist in den Büchern eine der grausamsten, kaltblütigsten und sadistischsten überhaupt. Dementsprechend wurde der geheimnisvolle „Boy“ (Rheons Rollenname in diversen Castinginformationen) auch dargestellt. Anfangs konnte der unwissende Zuschauer nicht sagen, wer denn diese Person sei, wem sie angehört und welche Motive sie verfolgt. Mit der Zeit, und diversen Foltereinlagen, wurde jedoch immer deutlicher, dass diese Figur ein gnadenloser, kranker Bastard (intended!) ist, der es genießt, den armen Theon Greyjoy zu misshandeln. Der Effekt der dabei entstand, dass man größte Abscheu, Ekel und vielleicht so etwas wie Angst vor Rheons Figur empfand, ist nicht zu bestreiten. Genauso wie das Mitleid, dass man irgendwann mit Alfie Allen aka Theon Greyjoy hatte, obwohl er in der vorangegangenen Staffel neben Joffrey zum Hassobjekt Nummer eins aufstieg. Unter den Tisch fallen lassen möchte ich auch nicht, dass ich natürlich auch das ein oder andere Mal ob bizarrer Situationskomik und einen glänzend aufgelegten Rheon lachen musste. Und dennoch, mir gefiel das übertriebene Foltern nicht. Das lag jetzt nicht unbedingt daran, dass ich es abstoßend und widerlich fand, sondern vielmehr daran, dass mir zu oft wie ein billiges Stilmittel vorkam. In regelmäßigen Abständen sprang die Handlung zu Theon und zeigte uns wieder einmal, wie sehr er doch gefoltert werden würde. Natürlich ist einem klar, was die Macher damit bezwecken wollen, aber irgendwann empfand ich es als eher langweilig. Es fühlte sich mehr nach Foltern um des Foltern Willens an. Meiner Meinung nach hätte man diesen Handlungsbogen durchaus kürzer fassen können, denn ich bin bestimmt nicht der einzige, den dieser Aspekt der 3. Staffel von Game of Thrones irgendwann nur noch wenig interessiert und eher gelangweilt hat.


3. Bran und seine Entourage!

Jedes Mal, wenn der Szenenwechsel zu Bran, Rickon, Hodor, Osha, Jojen und Meera erfolgte, habe ich gedanklich abgeschaltet. Höchstens am Ende der Staffel, als man zweimal auf gute Art und Weise zwei verschiedene Handlungsbögen miteinander verknüpfte (einmal mit Jon Snow und seinen Wildlings, einmal mit Sam und Gilly), gefiel mir die Geschichte um die von vielen tot geglaubten Stark-Zöglinge zumindest ein bisschen besser als sonst. Es war schon ein wenig komisch aber nicht minder effektiv, als Rickon zum ersten Mal wirklich den Mund aufmachte und sogleich herzzerreißende Worte von sich gab. Natalie Tena (Osha) kann man eventuell noch ein kleines Kompliment machen, hatte sie mir doch (neben Hodor selbstverständlich) noch mit am besten gefallen. Leider wird man ihre Figur, nachdem sie die Gruppe zusammen mit Rickon verlässt, in der 4. Staffel wohl nur noch sehr wenig oder vielleicht gar überhaupt nicht mehr zu sehen bekommen. Ob jetzt der geheimnisvolle Jojen Reed (Thomas Brodie-Sangster) oder seine Schwester Meera, die eigentlich nur da war, sich kurz mit Osha stritt und dann weiterhin ohne wirkliche Relevanz vor sich hinexistierte, die neuen Charaktere blieben sehr blass und machten die Sache nicht spannender. Und auch Bran selbst (ohne das Talent von Isaac Hempstead Wright in Frage stellen zu wollen) schaffte es nicht wirklich, der Geschichte seinem Stempel aufzudrücken, auch wenn er ihr Protagonist war. Ein äußerst öder und lahmer Handlungsbogen, es passierte nicht viel, und wenn etwas passierte, dann erschien es recht banal und unwichtig, um wirklich des Zuschauers Interesse zu erwecken und die Handlung voranzutreiben. Hier muss ordentlich nachgebessert werden, das sollte selbst den Produzenten klar sein.


4. Sam (und Sansa)!

Ich befinde mich jetzt in einer Zwickmühle, möchte ich diesen beiden Figuren keinen eigenen Unterpunkt widmen, jedoch ihre Rollen in dieser Staffel dementsprechend zusammenfassen und in einem Punkt abarbeiten, weil sie exemplarisch für ein paart recht nervige Momente der dritten Staffel von Game of Thrones stehen. Dabei ist es eher ein persönliches Empfinden gegenüber den beiden, und ich weiß nicht, ob es für den Leser so leicht nachzuvollziehen ist. Vor allem Sam nervte mich ganz schrecklich. Das ist eventuell für den einen oder anderen eher weniger überraschend, denn gehe ich stark davon aus, dass ich nicht der einzige gewesen bin, dem es so ging.. Und das lag jetzt nicht unbedingt an John Bradley, sondern vielmehr an der Figur und ihrem Charakter selbst. Sam kann nichts. Er kann nicht kämpfen, er kann kein Feuer machen, er ist schlichtweg ein Verlierertyp. Und das wird dem Zuschauer immer wieder aufs Neue klargemacht. Und mich nervte das. Mich nervte zum einen, dass Sam komplett unfähig war und zum anderen, dass es mir das immer wieder gezeigt wurde. Als Zuschauer habe ich dann immer wieder abgewinkt, fast so wie beim Bran-Arc. Ja, wir haben es verstanden, Sam ist dusselig, eine Trantüte, generell unfähig usw. Einzig und allein die ab und an aufkeimende Spannung konnte es für mich retten. Bei Sansa wiederum lässt sich ein ähnlich nerviges Phänomen wie bei Sam entdecken, weil wir immer wieder und wieder darauf hingewiesen werden: Sansa ist dumm und naiv. Ja, auch das hatten wir irgendwann klar und deutlich verstanden, sie ist ein dummes kleines Mädchen, das tagein tagaus von Prinzen und Minnesängern träumt. Gerade zu Beginn der Staffel war sie ein Spielstein par excellence und ich konnte sie aufgrund ihrer Naivität nur selten wirklich ertragen. Zum Ende der Staffel besserte sich dies glücklicherweise, doch störte mich, dass man derartig übertrieben immer wieder gezeigt bekommen hatte, wie realitätsfremd Sansa doch durch ihr Leben schreitet. Natürlich verstehe ich, dass man einen Charakter in bestimmte Richtung hin etablieren und dementsprechend zeichnen möchte, das trifft auf Sansa als auch auf Sam zu, um später mit dem entworfenen Charakterbild eventuell komplett zu brechen und uns Zuschauer zu überraschen. Doch muss ich auch sagen, dass in diesen Momenten weniger oft mehr ist. Der Zuschauer ist nicht so dumm, als könnte er oder sie nicht anhand ein paar gezielt gesetzter Szenen erkennen, in welche Richtung sich ein Charakter entwickelt könnte bzw. entwickeln wird. Auch wenn wir allerhand fantastische Charaktere und Charakterentwicklungen in Game of Thrones zu sehen bekommen, bei diesen beiden Figuren mochte mir das nicht wirklich schmecken.

Okay, subjektiv gesehen muss ich Sansa ein bisschen aus der Schusslinie nehmen. Mein Gott, es ist halt Sophie Turner. Und am Ende der Staffel wurde schon ein wenig angedeutet, dass sich Sansa als Charakter (endlich) weiterentwickeln wird.



Apropos: Hat hier jemand was von "weniger ist oft mehr" gesagt? Wie passend, das bringt mich doch glatt zu meinem letzten und (ironischerweise) umfangreichsten Punkt…

5. Die Komplexität! - Charaktere und Handlungsstränge en masse!

Dieser Punkt mag vielleicht ein wenig paradox erscheinen, ist es doch gerade die ausgezeichnete Komplexität dieser Erfolgsserie, die vielen so viel Freude bereitet. Und auch ich schätze diesen Aspekt an Game of Thrones sehr, dank eines guten Namens- und Konstellationsgedächtnisses habe ich eigentlich keine Probleme, der Serie und den verschiedenen Handlungssträngen zu folgen. Aber in Staffel 3 fiel mir etwas auf, was in den beiden vorangegangenen Staffel nicht so sehr der Fall war: es wurde einfach mehr. Also alles. Mehr Figuren, ergo mehr Handlungen, mehr Schauplätze, einfach alles. Vielleicht ist das auch nur meine subjektive Wahrnehmung, doch hat sich diese in gewisser Weise bestätigt, als ich wöchentlich Reviews und Recaps zur dritten Staffel im Netz las. Ich möchte diesen Aspekt auch nicht wirklich als Schwachpunkt der dritten Staffel bezeichnen, doch darf es auch nicht unerwähnt bleiben. Wie bereits gesagt, die Komplexität, die Vielzahl von verschiedenen Charakteren und deren Motivation ist mitunter der Grund, warum viele diese Serie so schätzen. In Staffel 3 wurden viele neue Figuren eingeführt (die Queen of Thorns, Ramsay Snow, Mance Rayder, Tormund Giantsbane, Beric Dondarrion, Thoros of Myr usw.), als auch schon bekannten Charakteren mehr Spielraum gegeben (Roose Bolton, Margaery, Sam usw.). Und das ist toll. Neue Charakter in Game of Thrones sind immer interessant und bereichern das Geschehen, und altbekannte Charaktere, welche bereits eingeführt wurden und jetzt mehr Screentime bekommen, vertiefen bestimmte Handlungsbögen und erweitern den Mikro-/ Makrokosmos von Westeros bzw. Esteros.

Jedoch ist es auch so, dass trotz größerer Anzahl von handelnden Charakteren wir nach wie vor „nur“ 10 Folgen pro Staffel zu sehen bekommen. Und so passierte es diese Staffel oft, dass sich die eine oder andere Folge ein wenig überladen, vollgepackt und folglich arg sprunghaft anfühlte, weil man eben oft zwischen vielen Schauplätzen wechselte bzw. wechseln musste. Hinzu kam, dass einige (beliebte) Figuren weit weniger Auftritte hatten, als es sich der Zuschauer vielleicht gewünscht hatte. Die Queen of Thorns zum Beispiel durfte sich zu Beginn kurz profilieren, auch wenn dies äußerst gut war, doch verschwand sie ebenso schnell wieder von der Bildfläche. Lange musste man auf einen Auftritt von Varys warten, Littlefinger spielte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls eine eher kleinere Rolle. Mance Rayder wiederum, toll besetzt durch weiter oben bereits erwähnten Ciarán Hinds und zu Beginn der Staffel eingeführt, geriet schnell wieder in Vergessenheit. Dies sind nur ein paar Beispiele und vielleicht empfindet der Leser es anders, doch hatte ich oft den Eindruck, dass man sich mit der Masse an Charakteren gleichzeitig die schwere Aufgabe zumutete, jeden auf irgendeine Art und Weise mit einzubinden. Diese Absicht ist lobenswert, doch können sich so auch schnell Probleme ergeben; manche Figuren treten nur sehr kurz auf oder spielen dann auf einmal nur noch eine kleine oder eben gar keine Rolle mehr. Deswegen wäre es eventuell ratsam, in der nächsten Staffel den Fokus wieder auf wenige Handlungsstränge zu richten bzw. sie miteinander zu kombinieren.

Jedes Mal, als dies in der dritten Staffel geschah, zum Beispiel indem man einen großen Handlungsbogen in Kingslanding zu sehen bekam und die dementsprechende dort situierten und handelnden Figuren wechselweise ihre Auftritte hatten, fühlte sich Game of Thrones meiner Meinung nach am besten an. In der vierten Staffel werden nun mehrere Handlungsebenen und -stränge miteinander verknüpft - nur ein paar Beispiele: Jon Snow ist wieder am Castle Black, zusammen mit Sam; Jamie ist zurück in Kingslanding etc. – was es den Machern eventuell leichter machen könnte. Doch darf man sich auch keinen Illusionen hergeben, dass wieder eine handvoll neue Charaktere mit dazustoßen werden. Das ist nun mal The Song of Ice and Fire, es gibt gefühlt unendlich viele Figuren, die wiederum diese Welt natürlich auch bereichern. Deswegen wird es für die Macher auch nicht leichter werden, mit der Problematik Komplexität, eventuell sogar eine Art Fluch und Segen zugleich, richtig umzugehen. Doch bin ich zuversichtlich, dass man das hinbekommen wird. Wie gesagt, persönlich gefiel es mir in Staffel 3 größtenteils sehr gut, doch wurde auch manchmal recht deutlich, wie schwer es doch ist, mit dem gegebenen Material effektiv zu arbeiten, den Überblick zu behalten und den Zuschauern das zu geben, was sie sehen wollen, ohne sie vielleicht zu verwirren. Jedoch gibt es einen Trumpf hinsichtlich des möglichen Problems Komplexität: George R.R. Martin. Dieser ist ja nicht gerade dafür bekannt, zimperlich mit seinen Charakteren umzugehen. Also darf man stark davon ausgehen, dass auch in der vierten Staffel der ein oder andere Charakter das Zeitlich segnen wird, wodurch wieder Platz für neue Charaktere geschaffen wird. Buchleser wissen an dieser Stelle wie immer mehr…

Und weil ich einfach nix Gescheites in Sachen Bebilderung etc. zu diesem Thema in der Unendlichkeit des Internets gefunden habe, ein Video, dass auch ganz cool ist:


Huch. So viel. Das tut mir leid. Gerade der letzte Punkt lag mir am Herzen und es bedurfte einer ausführlichen Erläuterung, um diesen verständlich zu machen. Ich hoffe, es lesen zumindest noch ein paar Seelen diese abschließenden Worte, wobei ein mancher eventuell sogar schon beim Torture Porn und Ramsay Snow ausgestiegen ist. Bei denjenigen Unerschütterlichen, welche bis hier hin durchgehalten haben, möchte ich mich recht herzlich bedanken. Und bei allen anderen natürlich auch. Gleichzeitig rufe ich den Leser auf, mir mitzuteilen, was ihm oder ihr denn an der dritten Staffel von Game of Thrones nicht so gut gefallen hat. Was war eurer Meinung nach nicht so gut, was hat eventuell sogar genervt? Raus damit. Über allgemeine Kritik an diesem Beitrag meinerseits freue ich mich natürlich auch.    

Freitag, 8. März 2013

Vikings


Wikinger sind medial je eher weniger präsent, beziehungsweise recht unterrepräsentiert. Was schade ist, denn Wikinger, da sind wir uns doch alle einig, sind cool. Diese bärtigen, raubeinigen Skandinavier, die tagtäglich literweise schmierig-dickflüssige und vor allem stark alkoholische Gebräue in sich hineinkippten, Teufel der baltischen See, brandschatzend und plündernd den Küsten entlang zogen und so manche armen Tropf um sein holdes Weib erleichterten. Ich werde ja ganz romantisch, aber es ist nun mal so, Wikinger sind cool. Und dennoch bekommen wir als Konsumenten von Filmen, Serien oder allerlei anderen Medienerzeugnissen nicht viel von diesem Völkchen zu sehen. Immer wieder gibt es die klassischen, zeitgenössischen period pieces aus den 20er bis 80er Jahren, dann mal wieder verschrobene Mittelalterthemen, mal was wie ein Western aussieht, dann vielleicht ein wenig Antike oder schlicht und einfach Fantasy. Versteht mich nicht falsch, ich finde das toll. Diese Genres haben großartige Sachen hervorgebracht, auf die es sich an dieser Stelle nicht lohnt genauer darauf einzugehen, weil es definitiv den Rahmen sprengen würde. Mein Punkt liegt aber weiterhin bei den Wikingern. Von denen hat man nämlich bis dato auf der großen Leinwand, im TV, im Netz oder wo auch immer noch nicht sehr viel gesehen.

Umso schöner (und jetzt wird diese ausufernde Einleitung zum wahren Prunkstück und perfiden Kniff zugleich), dass sich ein amerikanischen Fernsehsender endlich dieser Thematik angenommen und sich dabei auch noch ziemlich gut angestellt hat. Und dieser Sender ist kein geringerer als der ehemalige History Channel, welcher jetzt nur noch kurz History genannt wird. Es hat vielleicht mit dieser Welle der Ambition in puncto Eigenproduktion zu tun, welche gerade durch den Vereinigten Staaten von Amerika schwappt (prominentestes Beispiel der jüngsten Zeit ist hier Netflix). Wie dem auch so, History wagte sich vor geraumer Zeit an ein spannendes Projekt, welches sich eben um jene kantigen Nordmänner drehen sollte, von denen ich und bestimmt auch viele andere gerne mal etwas mehr sehen würden. Vikings sollte die neue Serie heißen, schön einfach, ein neues und vielleicht sogar neuartiges historical drama am amerikanischen Serienhimmel.

Nun ist es ja so, dass gerade die Kombination historical und drama sich als äußerst produktions- als auch kostenintensiv darstellen kann. Historical zum einen, weil man dementsprechend Kostüme, Sets, Ausstattung, kurz die generelle Authentizität gewährleisten muss, was kostspielig, aber absolut notwendig ist, um das Publikum zu überzeugen und zu fesseln. Drama hingegen bedeutet genau das, was es heißt: Drama. Oder Dramaturgie. Und wenn es funktionieren soll, dann bitte auch gut. Spannende, gutgeschrieben Drehbüchern, originelle Ideen und ein wenig schöpferischer Mut. Nimmt man diese beiden Aspekte, kann sich ein derartig ambitioniertes Projekt als wahre Mammutaufgabe präsentieren. Doch wem erzähle ich das, so läuft es in diesem Geschäft seit Jahrzehnten.

Daher freut es mich, dass History mit Vikings anscheinend eben jene beiden Aspekte berücksichtig hat und mit der Pilotfolge unter dem ambivalenten Titel Rites of Passage einen sehr gelungenen Einstieg in ihr neues Projekt feiern konnte. Gleichgesinnte, jubelt, es sieht so aus als bekäme man hier eine viel versprechende Serie über Wikinger. Ist das was?

Die Pilotfolge mutet sogleich recht mystisch und (wie man so schön neudeutsch sagt) gritty an. Unser Protagonist trägt den brachialen Namen Ragnar Lodbrok (historisch seines Zeichens laut Wikipedia „a Norse legendary hero from the Viking Age, womit man schon ein wenig erahnen kann, in welche Richtung sich Vikings entwickeln könnte bzw. wird) und wird als äußerst fähiger Kämpfer eingeführt. Dabei sparen die Macher nicht nur mit einer guten Kampfchoreographie, man bekommt sogar ordentlich Blut und dementsprechend nordmännische Brutalität zu sehen, was wiederum der Authentizität der Serie zu Gute kommt. Doch darf man diese keinesfalls nur auf ein paar blutige Kampfszenen reduzieren, in Vikings wird von Anfang an deutlich, dass man sich (und das sollte man vom History Channel auch erwarten, oder?) ausgiebig mit der Thematik beschäftig und demzufolge tolle Kulissen als auch überzeugende Ausstattung bereitgestellt hat.

In Rites of Passage wird sofort erkennbar, dass Vikings sich voraussichtlich größtenteils auf unsere Hauptfigur Ragnar konzentrieren wird. Der blauäugig-blonde Wikinger scheint große Ambitionen zu haben, doch dazu später mehr. Zu Beginn wird Ragnar’s Familie kurz eingeführt, darunter auch sein zwölfjähriger Sohn, mit dem er sich alsbald auf den Weg in Richtung einer größeren Wikingerstadt macht, in welcher zum einen der Sprössling zum Mann gemacht werden soll und zum anderen der Oberchef des Wikinger-Völkchens seine Mannen zu sich gerufen hat, um über die bevorstehenden Raubzüge im Sommer zu informieren. Jedoch scheint sich Ragnar nicht ganz mit der Idee anfreunden zu können zum wiederholten Male die östlichen Gefilde unsicher zu machen. Er ist viel mehr davon fasziniert gen sagenumwobenen Westen aufzubrechen, wo Reichtümer und Ruhm auf ihn warten. Es knistert gewaltig zwischen ihm und Anführer Earl Haraldson. Letzterer ist nicht besonders von Ragnars aufmüpfigen Verhalten angetan. Doch wir können stark davon ausgehen, dass Ragnar diesen Sommer wohl nicht nach Osten segeln wird…

Wie bereits erwähnt, Vikings sieht so aus wie eine Serie von diesem Schlag auszusehen hat: es wirkt dreckig, es wird nordisch-grau und kühl, bärtige Männer in Fell und Leder gekleidet sind zu sehen, man bekommt einen Einblick ins raue Wikinger-Leben, Vikings macht in Sachen Außendarstellung alles richtig. Über das schauspielerische Vermögen lässt sich nur aufgrund der Pilotfolge nicht viel sagen, außer dass es äußerst solide und überzeugend ist. Der eher unbekannte australische Schauspieler Travis Fimmel, welche Ragnar Lodbrok verkörpert, macht einen ordentlichen Eindruck und lässt ihn mich gut als Zugpferd für diese Serie vorstellen. Stark ist natürlich auch der Auftritt von Gabriel Byrne als Wikinger-Lord Earl Haraldson, schon deutlich bekannter und eine sehr namenhafte Besetzung als Ragnars potentieller Gegenspieler in den eigenen Reihen. Byrne zeigt in seinen wenigen Momenten schon, zu was er schauspielerisch im Stande ist und macht definitiv Lust auf mehr. Kurz erwähnt seien noch Katheryn Winnick, welche Ragnars Frau Lagertha spielt und nicht nur gut aussieht, sondern auch recht tödlich sein kann; Clive Standen, hier Ragnars Bruder Rollo, welcher anscheinend eine nicht zu unterschätzende Vorgeschichte mit der Frau seines Bruders hat, was weiteres Konfliktpotential schürt; und schlussendlich noch Gustaf Skarsgård als eher bizzarer Schiffsbaumeister Floki, und ja, Skarsgård, ein weiterer Abkömmling der schwedischen Schauspielerfamilie.  

Was man Vikings vielleicht ankreiden kann, ist der Versuch, die Pilotfolge mit arg vielen verschiedenen möglichen plot lines voll zu packen. Wo man auch hinsieht, es riecht nach Stunk. Doch ist es nicht unüblich geworden gerade Pilotfolgen dermaßen zu füllen, um den Zuschauer sofort zu überzeugen und neugierig zu machen. Ansonsten wirkt es stellenweise noch ein wenig behäbig, da Vikings eher gemütlich startet und mehr ankündigt als es im Endeffekt zeigt. Letztendlich bedient Rites of Passage sämtliche Kriterien, die ein Pilot bedienen sollte. Man scheut sich vor einem vielleicht eher experimentelleren Einstieg, was einerseits auch verständlich ist, berücksichtigt man den Umstand, dass dieses Projekt auch für History der erste richtige Abstecher in den Bereich der seriellen Eigenproduktion ist.

Dafür muss man die Schöpfer jedoch loben: Eine wirklich überzeugende und sehenswerte Besetzung, passende Ausstattung und authentische Produktionswerte (unter anderem von denjenigen produziert, welche auch schon bei The Tudors oder The Borgias mitgewerkelt haben) sowie eine interessante Prämisse und vor allem ein recht einzigartiger Rahmen: Rites of Passage funktioniert als sehr gelungene Einführung einer Serie, welche sich mit der Zeit als sehr gut herausstellen könnte. Die Kritiken aus Übersee sind auf jeden Fall schon einmal positiv. Und wenn jetzt noch dieser Text überzeugend genug war, dann riskiert doch mal einen Blick. Thematisch mal was Neues. Ich bleibe auf jeden Fall dran, denn zugegeben, ich bin schon ein wenig am Haken. Wikinger halt. Das gibt es nicht alle Tage.      

Und weil alle Welt Trailer mag: ein Trailer. 


Vikings läuft seit 3. März 2013 immer sonntags auf History. Die erste Staffel wird bis dato 9 Episoden umfassen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Breaking Bad - Season 5 Episode 1 Staffelauftakt - Live Free or Die


ACHTUNG, SPOILERWARNUNG!!! WEITERLESEN AUF EIGENE GEFAHR!!!

Breaking Bad geht in die fünfte und letzte Staffel (welche wiederum in zwei Hälften á 8 Episoden aufgeteilt wird) und die ganze Welt ist aus dem Häuschen. Gut, die ganze Welt ist vielleicht ein wenig übertrieben. Sagen wir einfach mal, dass es ganz viele Menschen gibt, die auf den 15. Juli 2012 hingefiebert haben und es kaum erwarten konnten, endlich wieder von Heisenberg und Co. in ihren Bann gezogen zu werden. So auch ich. Speziell darauf hingefiebert habe ich jetzt zwar nicht, aber ich freue schon sehr, dass es mit „BB“ endlich weitergeht. Was ist der Plan? Wie endet die Geschichte rund um Walter White? Die Erwartungen sind hoch, zu Recht möchte man meinen, denn Breaking Bad gehört zu dem visuell und schauspielerisch Besten, Spannenden, Fesselnden, Atemraubenden etc. pp., was das (amerikanische) Fernsehen zu bieten hat.

Long story short: Breaking Bad ist super und an dieser Stelle möchte ich wöchentlich meinen Senf zu den einzelnen Episoden der finalen 5. Staffel abgeben. Ich werde es zumindest versuchen. Dabei liste ich nur ein paar Gedanken meinerseits zur jeweiligen Episode auf, was mir aufgefallen ist, was mir (mehr oder weniger gut) gefallen hat, was mich ins Grübeln brachte usw. Eine in-depth-Analyse sollte man aber nicht unbedingt erwarten. Dafür aber den einen oder anderen Spoiler. Also weiterlesen auf eigene Gefahr. Ich möchte hier niemanden irgendetwas versauen.

ACHTUNG, SPOILERWARNUNG!!! WEITERLESEN AUF EIGENE GEFAHR!!!

Und es geht gleich ganz unverblümt mit Episode 1 der 5. Staffel los, „Live Free or Die“. 


Gleich zu Beginn nochmal: Es geht weiter!
Nach dem grandiosen Staffelfinale der 4. Season (Episode 13, Face Off), dem Ende von Gustavo „Gus“ Fring und dem Resultat, dass offensichtlich kein direkter Konkurrent mehr für Walter White in Sachen Herstellung von Methamphetamin sowie dem Verkauf desselbigen zu Gegend ist, wird es interessant. Steigt Walter zum „King“ auf? Dreht sich die moralische Abwärtsspirale unaufhörlich weiter? We’ll see…    

Live Free or Die
Walt's neues Lebensmotto/ Credo? (Mal abgesehen vom Nummernschild des Wagens in der Post-Opening-Scene.) Naheliegend. Dass diese neue Überzeugung für Walt selbst irgendwann etwas durchaus Schlechtes hervorbringen und ungeahnte Konsequenzen nach sich ziehen könnte, steht wohl außer Frage.

Opening
Walt sieht etwas haarig (ungewohnt) und mitgenommen aus. Er trifft sich in einem schäbigen Denny’s mit dem Waffenhändler, an welchen man sich vielleicht noch aus Episode 2 der 4. Staffel (Thirty-Eight Snub) erinnern könnte. Diesmal bekommt Walt aber etwas Größeres als eine popelige Handfeuerwaffe. Klassisch Breaking Bad. Wie so oft kann man mit einem Opening wie diesem nicht viel anfangen. Der Zeitpunkt dieser Handlungsebene interessiert mich natürlich am meisten, ein kleiner Hinweis bietet die Geburtstags-Speck-52 auf Walter's Teller. Auf alles weitere müssen wir uns wohl gedulden… (Parallele zur zweiten Staffel, Flugzeugabsturz etc.) 

„I won.“
Walt zu Skyler. Skyler hat Angst. Vor Walt. Mit Recht. Walt ist skrupel- und reuelos (geworden). Man bekommt sogar das Gefühl, er sei außerordentlich stolz auf sich und seine Taten. Unbewusste Persönlichkeitsentwicklung oder schlicht und einfach Akzeptanz des neuen Ichs? Letzteres.  

Gus umbringen, Imperium übernehmen, sich freuen. 
So einfach geht’s nicht.
Gus’ Laptop (Schwager Hank ist dran) macht Walter, Jesse und Mike zu schaffen. Darauf befinden sich noch die Aufnahmen aus dem High-End-Drogenlabor unter Gus’ Wäscherei. Und der Laptop liegt bereits in der Asservatenkammer der hiesigen Polizei. Ein Plan muss her. Daher... 

„Yeah Bitch! Magnets! Owww!“ 
Der Plan. Coole Idee. Aber doch ein bisschen einfach oder? Wie Mike so mal schnell das Tor knackt, oder dass niemand mitbekommt, wie er die Überwachungskamera „verdunkelt“? Egal, Korinthenkackerei. Die Umsetzung ist gelungen und der Laptop scheint erfolgreich zerstört. Aber auch ein neues Detail kommt ans Licht: Die Fotografie von Gus und seinem „Hermano“ samt kleiner Notiz. "Bancsuisse Cayman". Wenn das mal nicht noch sehr interessant wird. 

„Ted’s dead.“ Kind of...  
Holy crap, Ted looks bad. Wir erinnern uns Folge 11, letzte Season, Crawl Space? Oh boy, das war hart, aber ganz ehrlich, ich musste (vor Erstaunen/ Überraschung) schon ein wenig lachen. Hatte etwas von der legendären Rasenmäher-Folge in Mad Men (Guy Walks Into an Advertising Agency, S03E06). Zurück zu Ted Beneke. Und Skyler. Ted liegt im Krankenhaus und sah auch schon mal besser aus (jetzt läuft’s…). Interessanterweise hat er vor Skyler so viel Angst wie Skyler vor Walter. Deswegen wird Ted auch kein Sterbenswörtchen über die ganze Angelegenheit verlieren. Skyler findet das „good“. Aber so richtig „good“ sieht sie dabei nicht aus. Epiphanie? Wie viel (indirekte) Mitschuld trägt sie an Ted’s Umstand? Schon ein bisschen. Ein bisschen viel...

Mike
Ich mag Mike so sehr. Extrem fähig, keine „half measures“ und ein richtiger Badass. Insbesondere gegenüber Walter, welchem er am liebsten sofort eine Kugel zwischen die Augen gesetzt hätte. Wäre da nicht Jesse. Jesse wird noch eine äußerst interessante Rolle zwischen den beiden spielen. Und Mike, ich hab das Gefühl, der wird das Zeitliche segnen. Irgendwie. Irgendwann. Und das fände ich echt traurig. Und warum? 

…wegen Walt?
Walter hat’s akzeptiert. Seine Rolle, seine Taten und die Erwartungen, die er an sich selbst stellt. Kaltblütig, unemotional, stolz. Stolz auf das, was er vollbracht hat. Zu allem bereit. Diesen Anschein macht er zumindest auf mich. Wie er tiefenentspannt auf Mike’s Verhalten reagiert, seine Konfrontation mit Saul ("We're done when I say we're done.") und wie er am Ende dieser Episode Skyler die wohl verstörendste Umarmung überhaupt gibt. Walter's Welt und Wahrnehmung hat sich wie zu erwarten war komplett geändert. Und Bryan Cranston war wieder einmal ganz groß.

„I forgive you.“ 
(Walt zu Skyler) Ohne Worte.

Gesamteindruck
Sehr ordentlich. Man hat schon Besseres gesehen, aber das hier ist nur der Aufgalopp. Es wird eskalieren, so viel ist schon mal klar. Aber wann und auf welche Art und Weise, das macht es gerade so spannend. In freudiger (oder ängstlicher?) Erwartung auf die nächste Episode.


Diese Woche Sonntag, den 22. Juli, läuft Madrigal, die zweite Episode der 5. Staffel von Breaking Bad. Meine Gedanken dazu dann in gut einer Woche wieder hier auf bommebastisch.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Alles neu macht 2012

Reboot. Restart. Was auch immer, man kann es nennen, wie man will. Das Jahr 2011 neigt sich seinem Ende zu und ich habe Bilanz gezogen. Gut vor einem Jahr habe ich mich daran gemacht, einen Blog über Film und Kino ins Leben zu rufen bzw. dann auch am Leben zu erhalten. Das lief in meinen Augen auch gar nicht so schlecht, hauptsächlich verfasste ich diverse Reviews von Kinofilmen des Jahres. Ab und an war mal eine Preview dabei, gar der Versuch, einen Podcast an den Mann/ die Frau zu bringen. Ich hatte meinen Spaß, habe mich versucht, mal etwas mehr, mal etwas weniger Zeit dafür gehabt. Und nach einem Jahr fragt man sich dann natürlich, ob man auch selbst mit seiner Arbeit zufrieden ist. Und an dieser Stelle muss ich sagen: Joa. Nö. Och. Irgendwie. Nicht. 

Das Schreiben von Reviews kann viel Spaß machen, doch kostet es auch viel Zeit. Besonders, weil ich, wenn ich etwas über einen Film schreibe, das auch sehr gerne sehr ausführlich tue. Und wenn man dann drei Mal die Woche ins Kino rennt, bleibt für das Verfassen von Beiträgen zwischen Uni-Stress, Verpflichtungen und sonstige Freizeitbeschäftigungen nicht viel Zeit. Und ich selbst möchte nicht das Gefühl haben, mit irgendetwas im Verzug sein zu müssen.

Deshalb wird nach einem Jahr Bommebastisch!Blog auch schon wieder umgebaut und quergedacht. Back to the roots sozusagen, kein gefühlt reiner Review-Blog über Kinofilme. Nein, es wird wieder mit Gefühl gebloggt. Schreiben um des Schreibens willen. Die Prämisse wurde jetzt um TV und Serien erweitert, Themen rund um Kino und Film werden hier nachwievor auf der Tagesordnung stehen. Doch behalte ich mir vor, ob es nun nur ein kleiner Kommentar zu einem Trailer, ein feine Neuigkeit der Branche oder vielleicht doch ein Empfehlung/Review eines zuletztgesehenen Filmes sein wird. Ebenso kann es auch mal ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, sich unbedingt diese oder jene Serie anzuschauen, im TV vielleicht an manch einer Stelle mal etwas genauer hinzusehen. Da halte ich mir alles offen und freue mich jetzt schon über den ein oder anderen Gedanken, der mir zu Kino, Film, Serien und TV durch den Kopf schießen wird. 

Von der Optik hat sich augenscheinlich auch einiges geändert. Weniger ist mehr lautet hier das Motto. Da ich selbst einige verschiedene Blogs lese, lernt man so natürlich dazu. Und immer wieder fallen mir dann einfache und minimalistische Layouts auf. Und das gefällt mir. So wird es sich auch hier gestalten, klassisch, (hoffentlich) mehr Inhalt, weniger überladenes Design. 

Die letzten Wochen kam ich gar nicht mehr zum Schreiben, Studium, Arbeit und Vorweihnachtsstress hielten Einzug. Das soll sich mit dem Jahreswechsel (und vielleicht gar schon mit der Weihnachtszeit) wieder ändern. Man hat ja immer irgendetwas zu tun, da sich dieser Blog nun aber ein wenig anders gestalten soll und ich wirklich nur noch schreibe, wenn ich auch die Lust und Muße dazu habe, sollte das mehr als machbar sein. 

Soweit erst einmal von mir. Diese Woche wird hier noch ein klein wenig was passieren, die ersten richtigen Posts, ein bisschen Footage, ein bisschen Meinung. Seid gespannt.